Hamburg: Schulbauprogramm wird fortgesetzt

Hamburg setzt sein Schulbauprogramm 2017 mit 40 Baumaßnahmen an Hamburger Schulen fort. Vier Bauprojekte der letzten Jahre erhielten Auszeichnungen.

2016 wurden 448 Millionen Euro in den Hamburger Schulbau investiert – im Jahr zuvor waren es 414 Millionen Euro –, womit das Schulbauprogramm des Senats konsequent fortgeführt wurde. Seit 2011 hat die Stadt insgesamt 1,3 Milliarden Euro für den Bau und die Sanierung von Schulgebäuden eingesetzt. Für 2017 sind über 40 weitere Baumaßnahmen mit einem Volumen von jeweils über 10 Millionen Euro in der Planung und Umsetzung.

Bildungssenator Ties Rabe: „Investitionen in gute Schulen sind Investitionen in die Zukunft. Wir nehmen sehr viel Geld in die Hand, um mehr Lehrkräfte einzustellen und besseren Unterricht zu entwickeln. Solche Investitionen können aber nur greifen, wenn auch die Lernumgebung stimmt. Mit dem Schulbauprogramm gelingt es uns, nicht nur den jahrzehntelangen Verfall der Hamburger Schulen zu stoppen, sondern auch für vernünftige und moderne Schulgebäude und eine gute Lernatmosphäre zu sorgen. Gleich mehrere Architekturpreise zeigen die Qualität unserer neuen Schulgebäude.“

Insgesamt hat die Hansestadt im letzten Jahr rund 448 Millionen Euro für den Neubau, die Sanierung und die Instandhaltung ihrer Schulgebäude eingesetzt. Das Bauvolumen für Sanierung und Neubau betrug 370 Millionen Euro. Weitere rund 68 Millionen Euro wurden für Instandhaltungsmaßnahmen aufgewendet. Von den Mitteln für Sanierung und Neubau gingen 268 Millionen Euro an Bauprojekte der allgemeinbildenden Schulen und 102 Millionen Euro an die berufsbildenden Schulen. Seit 2011 wurden allein bei den allgemeinbildenden Schulen Bauprojekte in einem Gesamtwert von mehr als einer Milliarde Euro realisiert. Damit wurde jetzt rund die Hälfte des vom Senat vorgesehenen Bauprogramms an allgemeinbildenden Schulen umgesetzt.

In den letzten beiden Jahren wurden gleich vier Bauprojekte mit Auszeichnungen gewürdigt. So erhielten sowohl der Neubau der Stadtteilschule Bergedorf als auch die neue Mensa der Albert-Schweitzer-Schule  eine Würdigung beim BDA-Architekturpreis 2016. Der Neubau des Gymnasiums Hoheluft wurde als „Bauwerk des Jahres 2015“ vom Architekten- und Ingenieurverein Hamburg ausgezeichnet und die Sanierung der Schule Imstedt in Barmbek-Süd kam in die engere Wahl für den Architektur Preis 2015.

Alle Schulgebäude werden nach aktuellen pädagogischen Gesichtspunkten und technischen Standards unter besonderer Berücksichtigung umweltpolitischer Gesichtspunkte errichtet. Die Planungen werden intensiv mit den Schulen abgestimmt. Die Schulen können beispielsweise innerhalb der festgelegten Zubaufläche die Raumgrößen und -zuschnitte individuell festlegen.

Teile des Budgets wurden für den Neubau und die Sanierung von Schulkantinen im Rahmen des Kantinenbauprogramms genutzt. So konnten 2016 an 32 Schulen neue Kantinen übergeben werden (davon 17 an Grundschulen, vier an Gymnasien, sechs an Stadtteilschulen und fünf an berufsbildenden Schulen). Damit wurden seit 2011 insgesamt 207 Schulen mit neuen Kantinen ausgestattet. Bis 2021 werden die Kantinen an weiteren 73 Schulen erneuert und ausgebaut. Für die bislang gebauten Kantinen wurden rund 230 Millionen Euro aufgewendet.

Im Zuge des Schulbauprogramms werden auch Hamburgs Schulsporthallen ausgebaut. 2016 wurden 13 Sporthallen saniert und zwölf weitere Sporthallen mit 16 Feldern neu gebaut. Von 2017 bis 2019 werden nach aktueller Planung 48 Sporthallen mit insgesamt 67 neuen Hallenfeldern für rund 96 Millionen Euro neu entstehen. Weitere 47 Hallen mit 63 Feldern sollen in derselben Zeit saniert werden. Senator Rabe: „Schulsporthallen haben nicht nur Bedeutung für die Schule, sondern insbesondere für die Sportvereine und den Breitensport im Bezirk. Auch deshalb investieren wir kräftig in den Ausbau und die Sanierung der Sporthallen.“

Der Schwerpunkt des Schulbauprogramms liegt vor allem auf der Sanierung und dem Neubau von Klassen- und Unterrichtsräumen. Allein im Jahr 2016 konnten umgerechnet rund 50.600 Quadratmeter Unterrichtsräume neu gebaut und weitere rund 100.200 Quadratmeter Unterrichtsräume – jeweils ohne Sporthallen – saniert werden.

Quelle: Hamburg.de

 

 

 


 
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