Digitale Bildung: "Neue Bildungschancen für alle erschließen"

Bundesministerin Johanna Wanka hat auf dem 10. Nationalen IT-Gipfel in Saarbrücken das vom BMBF geförderte Konzept einer Schul-Cloud vorgestellt.

"Die Digitalisierung und die mit ihr verbundenen Veränderungen in unserem Alltag sind Top-Thema in Politik, Wirtschaft, Forschung und Gesellschaft. Der Nationale IT-Gipfel mit dem Themenschwerpunkt digitale Bildung ist ein neuer Höhepunkt in dieser Debatte. Digitale Bildung von der Schule bis hin zum lebenslangen Lernen in Deutschland kann zu einer Erfolgsgeschichte werden, wenn wir alle Kräfte und Ressourcen bündeln – der IT-Gipfel ist der ideale Ausgangspunkt, um hier voranzukommen. Das gemeinsame Ziel ist klar: Wir wollen neue Bildungschancen für alle erschließen", sagte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka zum Auftakt des Gipfels am16. November in Saarbrücken.

Die zwei Gipfeltage waren geprägt von Veranstaltungen, Projekten und damit verbundenen Exponaten zu digitaler Bildung. Am Mittwoch eröffnete Bundesbildungsministerin Wanka gemeinsam mit der saarländischen Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer die erste "Smart School" Deutschlands. Die gebundene Ganztagsschule Gesamtschule Bellevue in Saarbrücken wird in den nächsten fünf Jahren mit einer leistungsfähigen digitalen Infrastruktur und zugleich mit passenden pädagogischen Konzepten und Weiterbildungsangeboten für Lehrer zu einer "digitalen Schule" entwickelt.

Parallel zur Eröffnung der Smart School startete das offizielle Programm des IT-Gipfels. Für das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) dabei waren neben Bundesministerin Wanka auch Bildungsstaatssekretärin Cornelia Quennet-Thielen und der Parlamentarische Staatssekretär Stefan Müller, die bei verschiedenen Veranstaltungen unter anderem über die berufliche Aus- und Weiterbildung in Zeiten der Digitalisierung und über die Verzahnung von Wissenschaft, Informationsinfrastrukturen und Wirtschaft sprachen.

Auf dem Campus der Universität des Saarlandes widmeten sich Akteure der von Wanka und dem Unternehmer August-Wilhelm Scheer geleiteten Plattform "Digitalisierung in Bildung und Wissenschaft" Hochschul- und Forschungsthemen. Im Mittelpunkt standen dabei hochrangig besetzte Diskussionen zu den Auswirkungen der Digitalisierung auf die Lehre an Hochschulen und die bessere Verzahnung von Wissenschaft und Wirtschaft bei der Nutzung von Daten beziehungsweise Open Data. Welche Potenziale digitale Medien für das Lernen beinhalten, zeigten Partner der Plattform im "Lernpark". Hier trafen am zweiten Tag Gipfelteilnehmer aus Wirtschaft und der Politik auf Schülerinnen und Schüler aus dem Saarland.

Am zweiten Gipfeltag besuchte Bundeskanzlerin Angela Merkel gemeinsam mit Bundesministerin Wanka einen "Satelliten" der am Vortag eröffneten Smart School –  das digitale Lernlabor. Neben interessanten Experimenten stand dabei vernetztes Lernen im Mittelpunkt. Schülerinnen und Schüler – vor Ort und live zugeschaltet aus der Smart School – berichteten der Kanzlerin, wie ihre Erfahrungen in der Welt des digitalen Lernens sind.

Beim IT-Gipfel kamen die verschiedenen Akteure aus verschiedenen Bereichen zusammen: Bund und Länder, Wirtschaft und Gewerkschaften, Wissenschaft und Praxis. So diskutierten am Donnerstag unter anderem Bundesbildungsministerin Wanka, Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles und die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Claudia Bogedan, mit hochrangigen Vertretern aus der Wirtschaft darüber, wie Bund und Länder digitale Bildung weiter nach vorn bringen können. Wanka hatte dazu im Oktober die BMBF-Strategie "Bildungsoffensive für die digitale Wissensgesellschaft" vorgestellt. Ein Kernelement dieser Strategie ist der Digitalpakt#D, ein Angebot an die Länder in Milliardenhöhe zur Stärkung der digitalen Bildung an deutschen Schulen.

Am Donnerstagnachmittag stellte Wanka gemeinsam mit dem Hasso-Plattner-Institut das vom BMBF geförderte Konzept einer Schul-Cloud vor, mit der Schul- und fächerübergreifend digitale Lehr- und Lernangebote vorgehalten werden können. Die Konzeptstudie soll kommendes Jahr im Rahmen eines Pilotprojekts an Schulen aus dem EC-MINT-Netzwerk, einem Verbund naturwissenschaftlich-mathematisch profilierter Gymnasien, in der Praxis erprobt werden.

Quelle: BMBF
 

 

 


 
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