Saarland stellt Strategie zur Medienbildung vor

Der Saarländische Bildungsminister Ulrich Commerçon hat den Entwurf einer Strategie für die Bildung in der digitalen Welt vorgestellt.

Der Saarländische Bildungsminister Ulrich Commerçon hat den Entwurf einer Strategie für die Bildung in der digitalen Welt vorgestellt. „Mit dem Diskussionspapier für das ‚Landeskonzept Medienbildung in saarländischen Schulen‘ legen wir einen Vorschlag für die Weiterentwicklung des Lehrens und Lernens in der digitalen Welt vor“, so der Minister. Das Papier soll nun gemeinsam mit den Vertretern und Vertreterinnen von Verbänden, Gewerkschaften, Eltern- und Schülervertretungen, sowie außerschulischen Partnerinnen und Partnern beraten werden.

Eine besondere Rolle nimmt das neugeschaffene Zentrum für Medienbildung (ZfM) am Landesinstitut für Pädagogik und Medien ein. Es wird Lehrkräfte darin unterstützen, ihren Schülerinnen und Schülern Kompetenzen für das Lernen in der digitalen Welt zu vermitteln.

Mit einem Förderprogramm sollen allgemeinbildende Schulen, die sich auf den Weg zur Medienschule machen, mit insgesamt 500.000 Euro unterstützt werden. „Bei der digitalen Bildung geht es nicht nur um Technik. Mindestens genauso wichtig ist, dass die Schülerinnen und Schüler verstehen, wie Digitalisierung unser Leben verändert. Es geht vor allem um den Umgang mit digitalen Medien und den hierfür erforderlichen Erwerb von Kompetenzen. Gleichzeitig müssen wir auch die Möglichkeiten nutzen, die Digitalisierung für die Gestaltung des Unterrichts bedeutet“, so Commerçon.

Das Landeskonzept soll Medienbildung und Medienkompetenz innerhalb der schulischen Bildung strukturell stärken und weiterentwickeln. In sechs Handlungsfeldern werden deshalb die Ziele und Maßnahmen für eine umfassende, alle Fächer einbeziehende Medienbildung in der Schule benannt: 1. Lehr- und Bildungspläne, 2. Lehrerinnen- und Lehrerbildung, 3. Schulentwicklung und Qualitätssicherung, 4. Ausstattung und technischer Support, 5. Bildungsmedien und 6. Medienkompetenz.

Das Diskussionspapier soll im Dezember gemeinsam mit Multiplikatoren aus Verbänden, Gewerkschaften, Eltern- und Schülervertretungen, sowie außerschulischen Partnerinnen und Partnern beraten werden. Darüber hinaus gibt es bis zum 31. Dezember 2016 die Möglichkeit, schriftlich zum Entwurf Stellung zu nehmen oder über eine Online-Plattform am Diskussionsprozess teilzunehmen. Die Online-Plattform wird am 10. November 2016 freigeschaltet.

Das Bildungsministerium stellt mit dem Förderprogramm für Medienschulen 500.000 Euro für die technische Ausstattung der Schulen zur Verfügung. „Wir fördern erfolgversprechende Konzepte zur Schul- und Unterrichtsentwicklung, die das Lernen mit digitalen Medien ermöglichen und unterstützen gleichzeitig die Schulträger bei ihren Aufgaben“, so Commerçon. Die Förderung erfolgt über einen Wettbewerb. Die Schulen können sich im Rahmen des Wettbewerbs mit ihrem Medienkonzept und einem Medienentwicklungsplan in Absprache mit ihrem Schulträger bewerben. Erwartet werden innovative Ideen zum systematischen Einsatz digitaler Medien im alltäglichen Unterricht. Das technische Konzept und die ggf. anfallenden Infrastrukturmaßnahmen müssen mit dem Schulträger abgestimmt sein, der einen Finanzierungsplan erstellt. Mit Hilfe des Wettbewerbs soll ein Kompetenznetzwerk von Schulen aufgebaut werden, die sich einem nachhaltigen Qualitätsentwicklungsprozess in der Medienbildung verpflichten.

Gemeinsam mit dem ZfM erfolgt die Abstimmung eines Fortbildungskonzeptes zu schulinternen und externen Fortbildungen, Multiplikatorenschulungen oder Pädagogischen Tagen. Dabei soll auch an vorhandene Projekte des Landes angeknüpft werden, wie zum Beispiel Medienkompass an Grundschulen, Internet-ABC-Siegel an Grundschulen oder Medienberater und Medienscouts an allgemeinbildenden Schulen. Die Wettbewerbskriterien und die möglichen Fördersummen werden derzeit erarbeitet. Der Wettbewerb – und damit die Förderung der Schulkonzepte – soll im kommenden Jahr beginnen.

Quelle: Ministerium für Bildung und Kultur Saarland


 

 

 


 
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