Flucht und Migration: "Bandbreite an Bildungsniveaus"

In einem "Debattencheck" lässt "Wissenschaft im Dialog" verschiedene Forschende zum Thema "Flucht und Migration" zu Wort kommen – darunter Professorin Dr. Dominique Rauch vom DIPF, die erläutert, welche Rolle Sprache und Herkunft für schulische Erfolge spielen.

In einem größeren Interview geht Dominique Rauch darauf ein, wie Sprache in allen Lebensbereichen dazu beitragen kann, Flüchtlingen Handlungsspielräume zu eröffnen und Isolation zu verringern, und dass Sprache als Medium von Bildung auch in der Schule eine Schlüsselfunktion hat. Zugleich betont die Bildungsforscherin: „In einem ersten Schritt muss erst einmal die Voraussetzung erfüllt sein, dass Sprache wichtig sein kann.“

Dabei verweist sie darauf, dass sich die Bildungsniveaus der geflüchteten Kinder stark unterscheiden: „Wir sehen eine sehr große Bandbreite an Bildungsniveaus – teilweise sind die geflüchteten Kinder und Jugendlichen auf einem vergleichbaren Bildungsniveau wie in Deutschland, teilweise müssen sie erst alphabetisiert werden. Und auch der Unterschied der Lebenswelten ist enorm. Dennoch müssen diese Kinder und Jugendlichen ihren Weg in das deutsche Bildungssystem finden. Das kann nur funktionieren, wenn alle Beteiligten – Schulleitung, Lehrkräfte, Mitschüler, die geflüchteten Kinder und Jugendliche selber und die Elternhäuser – zum Gelingen beitragen“, so Rauch.

Im weiteren Verlauf des Interviews zeichnet die DIPF-Wissenschaftlerin nach, wie sich hierzulande die Diskussion über Migrationshintergrund und seine Rolle in Bildungszusammenhängen mit den PISA-Studien intensiviert hat. Außerdem erläutert sie, dass sich die Kompetenzen von Jugendlichen mit Migrationshintergrund nach den jeweiligen Herkunftsländern unterscheiden können.

Das gesamte Interview von Wissenschaft im Dialog mit Dominique Rauch finden Sie hier.

Quelle: Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung

Weitere Interviews hat Wissenschaft im Dialog u. a. mit Prof. Dr. Naika Foroutan (Humboldt-Universität zu Berlin), mit Prof. Dr. Jochen Oltmer (Universität Osnabrück) oder mit Prof. Dr. Rafael Behr (Akademie der Polizei Hamburg) geführt.

 

 


 
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