Lehrerpreis 2016: Wertschätzung des Lehrerberufes

Lehrkräfte und Lehrkräfteteams waren beim bundesweiten Wettbewerb "Deutscher Lehrerpreis – Unterricht innovativ" erfolgreich. Der Preis soll die "öffentliche Wertschätzung des Lehrerberufes" stärken.

Rund 4.500 Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte beteiligten sich in diesem Jahr an dem Wettbewerb, der seit 2009 jährlich von der Vodafone Stiftung Deutschland und dem Deutschen Philologenverband durchgeführt wird.

KMK-Präsidentin Claudia Bogedan, Senatorin für Kinder und Bildung der Freien Hansestadt Bremen, freute sich über das großartige Ergebnis des diesjährigen Lehrerpreises – auch weil ein Bremer Lehrer unter den Preisträgern ist: „Der Lehrerpreis macht deutlich, wie engagiert unsere Lehrkräfte in Deutschland sind. Und das ist auch dringend notwendig und wichtig, denn angesichts der Integration der Flüchtlingskinder ins Regelschulsystem stehen uns noch immense Aufgaben bevor. Inzwischen haben wir auch gute Rahmenbedingungen, denn in allen Bundesländern sind zusätzliche Lehrkräfte eingestellt worden, nicht nur für Deutsch als Zweitsprache, sondern auch für den Regelschulbetrieb. Jedoch brauchen wir noch mehr Lehrkräfte und das schnell. Die heute ausgezeichneten Pädagoginnen und Pädagogen sind da ein herausragendes Beispiel und hoffentlich Ansporn für den Nachwuchs, sich auch für den Lehrberuf zu entscheiden.“

Im Bereich „Schüler zeichnen Lehrer aus“, einer der beiden Wettbewerbskategorien, wurden 16 besonders engagierte Lehrkräfte von Schülerinnen und Schülern der diesjährigen Abschlussklassen nominiert. Dabei gingen vier Auszeichnungen nach Nordrhein-Westfalen, drei nach Baden-Württemberg je zwei nach Niedersachsen und Schleswig-Holstein und je einer nach Bayern, Brandenburg, Bremen, Hessen und Rheinland-Pfalz.

Prof. Susanne Porsche, Mitglied des Beirats der Vodafone Stiftung Deutschland, betonte in ihrer Grußbotschaft den Einsatz und die Leistung sowie das außerordentliche pädagogische Engagement: „Die Leidenschaft für eine Sache ist entscheidend für den Bildungserfolg von Kindern. Und für Leidenschaft braucht es engagierte und motivierte Lehrerinnen und Lehrer, wie sie heute ausgezeichnet werden.“ Für Dr. Mark Speich, Geschäftsführer der Vodafone Stiftung Deutschland, ist die wichtigste Aufgabe des Deutschen Lehrerpreises „die öffentliche Wertschätzung des Lehrerberufes über alle Gesellschaftsschichten zu fördern und zu erhöhen“.

Innovative Unterrichtsprojekte ausgezeichnet

In der zweiten Kategorie des Wettbewerbs, „Lehrer: Unterricht innovativ“, reichten auch in diesem Jahr eine Vielzahl von Lehrer-Teams aus ganz Deutschland innovative und fächerübergreifende Unterrichtsprojekte ein. Den ersten Preis vergab die Jury an ein Pädagogen-Team des Friedrich-Gymnasiums Freiburg für ihr Projekt „Smartphones im Unterricht“. In dem Kooperationsprojekt zwischen den MINT-Fächern des Friedrich-Gymnasiums, der Pädagogischen Hochschule Freiburg und dem EU-Projekt „mascil“ erforschen Schülerinnen und Schüler, wie viel MINT mithilfe mobiler Endgeräte möglich ist. Das Smartphone-Konzept wurde anschließend auf alle Fächer an der Schule erweitert.

Der zweite Preis in dieser Kategorie ging an ein Team des Luisen-Gymnasiums Hamburg Bergedorf für ihr Projekt „Was braucht dieser Ort?“. In dem fächerübergreifenden Projekt untersuchten die Schülerinnen und Schüler ihren Stadtteil. Den dritten Preis erhielt ein Team des Staatlichen Beruflichen Schulzentrums Roth für sein Projekt „E-Car“.

Ein Sonderpreis ging nach Bayern an das Gymnasium Kirchheim bei München für das Projekt „Energetische 8samkeit“. Den Sonderpreis der Wochenzeitung DIE ZEIT erhielt die Schule im Emsbachtal in Brechen für das Projekt „Persönlichkeitsbildung“. Der Sonderpreis der Cornelsen Schulverlage ging an ein Team des Max-Planck-Gymnasiums Delmenhorst für die Schülerfirma „Living Library“, die u. a. Lesungen und Poetry Slams veranstaltet.

Heinz-Peter Meidinger, Bundesvorsitzender des Philologenverbandes, betonte die hohe Bedeutung von Team-Arbeit in den ausgezeichneten Unterrichtsprojekten: „Einerseits müssen in den einzelnen Fächern die Wissensgrundlagen gelegt werden, andererseits sollen die Schülerinnen und Schüler anschließend auch erfahren, dass man heutzutage Herausforderungen und Probleme nur meistern kann, wenn man möglichst viele Aspekte einbezieht. Vernetztes Denken und Handeln üben – dafür eignen sich an der Schule vor allem von Lehrerteams durchgeführte, fachübergreifende Projekte.“

Die Initiatoren des Wettbewerbs „Deutscher Lehrerpreis – Unterricht innovativ“ wollen mit der Auszeichnung die positiven Leistungen von Lehrkräften sowie Schülerinnen und Schülern würdigen und in den Vordergrund der öffentlichen Wahrnehmung rücken. Der Wettbewerbs-Jury gehören an:

  • Brunhild Kurth, Sächsische Staatsministerin für Kultus
  • Dr. Stefanie Hubig, Ministerin für Bildung des Landes Rheinland-Pfalz
  • Donata Vogtschmidt, Landesschülervertretung Thüringen
  • Ludwig Baum, StadtschülerInnenvertretung (SSV) München
  • Prof. Dr. Olaf Köller, Geschäftsführender Direktor des IPN, Universität Kiel
  • Prof. Dr. Kathrin Fussangel, Bergische Universität Wuppertal
  • Prof. em. Dr. Jürgen Baumert, Max-Planck-Institut für Bildungsforschung Berlin;
  • Mark van Mierle, Cornelsen Schulverlage
  • Martin Spiewak, Wochenzeitung DIE ZEIT

Bewerbungen für die Wettbewerbsrunde 2017 sind ab sofort möglich!

Quelle: Bildungsklick.de
 

 

 


 
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