Hamburg: Teilnahme am Ganztag steigt

Das Schuljahr hat in Hamburg mit Höchstzahlen bei Schülern und Pädagogen begonnen. Einen Höchststand erreicht auch die Teilnahme am Ganztag.

In Hamburg nehmen fast 82 Prozent aller Grundschulkinder am Ganztag teil, noch einmal rund 2.800 Kinder mehr als im Vorjahr. Insgesamt bieten im Schuljahr 2016/17 126 Grundschulen eine ganztägige Betreuung zusammen mit einem Kooperationspartner (GBS-Modell) und 78 Grundschulen eine ganztägige Betreuung in eigener Verantwortung (GTS-Modell).

Für den Ganztag an den Grundschulen haben sich 49.936 Schülerinnen und Schüler angemeldet (Vorjahr 47.148). Die Teilnahmequote stieg damit auf 81 Prozent an (Vorjahr 78 Prozent). Die erweiterten Ganztagsangebote in den Randzeiten vor 8 und nach 16 Uhr nutzen 3.562 (Frühbetreuung) beziehungsweise 5.300 Kinder (Spätbetreuung). Auch die Ferienangebote werden zunehmend gebucht: 21.068 Schülerinnen und Schüler (34 Prozent) wollen Ferienangebote zwischen 8 und 16 Uhr nutzen, 3.917 auch in den Randzeiten vor 8 und nach 16 Uhr (6 Prozent).

Schulsenator Ties Rabe: „Die hohe Anmeldequote zeigt, dass der Ausbau der Ganztagsangebote dringend notwendig war. Während es im Schuljahr 2010/11 nur 49 Grundschulen mit Ganztagsangebot gab, haben nunmehr alle 203 Grundschulen ein solches Angebot. Hamburgs Eltern und Kinder nehmen das Ganztagsangebot gern an. Darüber freue ich mich sehr. Nach dem rasanten Ausbau geht es nun darum, Schritt für Schritt die Angebote zu verbessern. Dafür hat die Bürgerschaft im Juli im Rahmen des Pakets „Guter Ganztag“ zusätzliche 25 Millionen Euro für bessere Kantinen und Möbel sowie schrittweise bis zu 17 Millionen Euro pro Jahr für mehr Personal bewilligt.“

Von den 15.342 Vollzeitstellen für Lehrkräften und Pädagogen an staatlichen allgemeinbildenden Schulen werden 1.141 für Aufgaben der Inklusion (Vorjahr 1.078) und 1.024 (Vorjahr 990) für Aufgaben im Ganztag zugewiesen. Mit den zusätzlichen Pädagogen können weiterhin kleine Klassen gebildet werden.

Ein weiterer Schwerpunkt im Schuljahr sind zusätzliche Schulplätze für Kinder und Jugendliche mit Flucht- und Zuwanderungshintergrund. Die Zahl der Schülerinnen und Schüler in besonderen Lerngruppen in Erstaufnahmeeinrichtungen, allgemeinen Schulen und Berufsschulen hat sich auf 7.861 Kinder und Jugendliche am Stichtag 14.7.2016 mehr als verdoppelt. Von ihnen lernen zurzeit rund 1.470 in den Erstaufnahmeeinrichtungen, rund 3.300 in besonderen Vorbereitungsklassen an den allgemeinen Schulen und rund 3.100 in besonderen Klassen an Berufsschulen.

Um möglichst schnell und gut Deutsch zu lernen, besuchen Schülerinnen und Schüler mit Fluchthintergrund bereits in der Erstaufnahme den Schulunterricht, wechseln dann in eine einjährige besondere Vorbereitungsklasse und können danach gut vorbereitet in den Regelklassen aufgenommen werden. Die neuen Angebote gehen nicht zu Lasten der anderen Klassen. Daher wurden inzwischen rund 560 zusätzliche Lehrerstellen geschaffen und die Weiterqualifizierungs- und Fortbildungsmaßnahmen sowie die Unterrichtsmaterialien erheblich ausgebaut.

Schulsenator Ties Rabe: „Flüchtlingskinder und -jugendliche gut zu unterrichten ist eine anspruchsvolle Aufgabe. An vielen Schulen engagieren sich Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrkräfte, das Schulpersonal bis hin zu den Schulleitungen in beispielhafter Weise für diese Aufgabe und setzen damit ein Zeichen für die Weltoffenheit und Integrationskraft unserer Stadt. Ich danke ihnen ganz herzlich dafür und bin überzeugt, dass wir mit diesem Engagement die Herausforderungen im schulischen Bereich gut meistern werden.“

Weitere Schwerpunkte im Schuljahr 2016/2017 sind die Einführung bundeseinheitlicher Aufgaben in den Kernfächern sowie ein Gastschulabkommen mit Schleswig-Holstein.

Quelle:
Behörde für Schule und Berufsbildung

 

 

 


 
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