Brandenburg: FSJ bald auch in Ganztagsschulen

Das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport fördert jährlich FSJ-Plätze in der Kinder- und Jugendhilfe und im Sport. Ab 2017/18 ist auch ein FSJ in Schulen geplant, darunter im Ganztagsbereich.

Tausende junge Männer und Frauen absolvieren alljährlich ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Kinder- und Jugendhilfe, Kultur- und Denkmalpflege, Politik, im Sport oder Natur- und Umweltschutz (Freiwilliges Ökologisches Jahr). Jugend- und Sportminister Günter Baaske: „Das FSJ ist eine hervorragende Möglichkeit, jungen Frauen und Männern nach der Schulzeit Orientierung und Einblick ins ‚richtige‘ Leben zu geben.“

Das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport fördert jährlich insgesamt 119 FSJ-Plätze in der Kinder- und Jugendhilfe und im Sport. Dafür stehen in den nächsten vier Jahren (2016 bis 2020) mehr als 1,8 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) zur Verfügung. Die Plätze sind rege nachgefragt. FSJlerinnen und FSJler unterstützen die Arbeit in Kitas und Schulen, Jugendclubs und Jugendbildungsstätten, Einrichtungen der Hilfen zur Erziehung und Sportvereinen. Auch eine FSJ Politik-Stelle wird vom Jugendministerium im Bereich der Mitwirkungsgremien (Landesschülerrat) gefördert. Baaske „Das FSJ lässt junge Menschen ‚reifen‘, hilft ihnen bei der Berufswahl und verbessert die Ausbildungs- und Berufsfähigkeit der Jugendlichen. Und es wandelt sich: Mittlerweile arbeiten mehr junge Männer in den Kitas als noch vor 10 Jahren. Das FSJ dient also auch dazu, in geschlechteruntypische Berufe zu schnuppern und den Blick für andere Perspektiven zu öffnen.“

Baaske kündigte zudem ein FSJ in Schulen an. Ab dem Schuljahr 2017/18 ist ein kleines Sonderprogramm geplant, bei dem FSJlerinnen und FSJler beispielsweise im Ganztagsbereich, Flüchtlingskinder und -jugendliche in Schulen sowie Schülerinnen und Schüler mit besonderem Förderbedarf unterstützen können. Für die Förderung von ca. 25 Plätzen sind für die Jahre 2017/18 und 2019/20 jährlich 202.000 Euro aus Landesmitteln eingeplant.

Durchgeführt wird das Freiwillige Soziale Jahr im Land Brandenburg von 20 zugelassenen Trägern, darunter die Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste (ijgd), das DRK, Arbeitersamariterbund, Arbeiterwohlfahrt, Diakonisches Werk oder Caritas sowie Träger, die per Gesetz anerkannt sind, wie z.B. Kommunen. Für alle Jugendfreiwilligenformate im Land Brandenburg (FSJ/FÖJ) werden im genannten Zeitraum inklusive Landesmitteln 6,86 Millionen Euro eingesetzt. Ab 1. September 2016 gilt dafür erstmals eine gemeinsame Förderrichtlinie der drei Ministerien für Umwelt, Jugend und Kultur zur Unterstützung der Jugendfreiwilligendienste.

Quelle: Ministerium für Bildung, Jugend und Sport

 

 

 


 
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