Olympia in Rio: Sportschulen drücken die Daumen

Der DOSB ist mit 452 Athletinnen und Athleten in 28 Sportarten bei den Olympischen Sommerspielen in Rio de Janeiro am Start. Viele von ihnen kommen aus „Eliteschulen des Sports“, die meistens auch Ganztagsschulen sind.

Der Deutsche Olympische Sportbund ist mit einem Team von 452 Athletinnen und Athleten in 28 Sportarten bei den XXXI. Olympischen Sommerspielen in Rio de Janeiro (Brasilien) am Start, unter ihnen sind auch 28 Brandenburger Sportlerinnen und Sportler aus 12 Vereinen. Ministerpräsident Dietmar Woidke und Sportminister Günter Baaske beglückwünschen sie zur Nominierung ins deutsche Olympia-Team und wünschen ihnen persönliche Bestleistungen.

Ministerpräsident Dietmar Woidke: „Ich bin stolz darauf, dass Brandenburg dank der hervorragenden Trainingsmöglichkeiten hierzulande in diesem Jahr 28 Weltklasseathleten nach Rio schicken kann. Ich drücke die Daumen und wünsche unseren Sportlerinnen und Sportlern viel Erfolg sowie allen Beteiligten friedliche, faire, spannende und unterhaltsame Sommerspiele.“ Bildungs- und Sportminister Günter Baaske: „Den Brandenburger Athletinnen und Athleten drücke ich fest die Daumen, natürlich in der Hoffnung auf die eine oder andere Medaille, insbesondere im Kanu-Rennsport und Radsport.“

Die 28 Brandenburger Sportlerinnen und Sportlern treten in zehn Sportarten an. Jüngster Teilnehmer ist der 17-jährige Schwimmer Johannes Hintze aus der Sportschule „Friedrich Ludwig Jahn“ in Potsdam, die im Übrigen 2016 auch zu den Nominierten des Deutschen Schulpreises gehörte.

Wie alle Bundesländer verfügt Brandenburg über mehrere Eliteschulen des Sports. Neben der Potsdamer Sportschule sind das die Lausitzer Sportschule in Cottbus, die Friedrich-Ludwig-Jahn-Oberschule in Luckenwalde und die Sportschule Frankfurt (Oder). In der Radsportstadt Cottbus gibt es außerdem eine Sportbetonte Grundschule.

Auch Bildungs- und Sportministerin Dr. Susanne Eisenmann (Baden-Württemberg) hat allen Athletinnen und Athleten viel Erfolg gewünscht. „Natürlich fiebere ich besonders mit den baden-württembergischen Olympioniken. Ich bin sicher, dass sie die ein oder andere Medaille holen werden“, so Eisenmann. Die Ministerin hoffe auf möglichst faire und saubere Spiele. Insgesamt nehmen an dem sportlichen Großereignis 82 Sportlerinnen und Sportler aus Baden-Württemberg teil. Sie treten in über 50 verschiedenen Wettkämpfen an.

In Baden-Württemberg gibt es sieben Standorte von Eliteschulen des Sports, in Furtwangen, Freiburg, Heidelberg, Karlsruhe, Mannheim, Stuttgart und Tauberbischofsheim. Dazu gehören zum Beispiel das Wirtemberg-Gymnasium in Stuttgart, das Ludwig-Frank-Gymnasium und die IGS Herzogenried in Mannheim. Letztere ist bereits seit 30 Jahren Ganztagschule. Partner des Sportinternats Freiburg ist die Staudinger-Gesamtschule, eine gebundene Ganztagsschule. Aus dem Otto-Hahn-Gymnasium Karlsruhe kommt beispielsweise Olympiateilnehmerin Pauline Tratz (Kunstturnen).

Unter dem Motto „Rio ruft und Flatowrianer sind dabei“, verweist die Flatow-Oberschule Berlin auf zwei Medaillenkandidaten, die die Schule besucht haben: Seglerin Anika Lorenz und Kanute Marcus Groß. Gleich mit sechs Olympiateilnehmern und einer Olympiateilnehmerin fiebert das Sportgymnasium Johann Christoph Friedrich GutsMuths „voller Stolz“ mit: den  Leichtathleten Robert Hering, Alexander John, Thomas Röhler und Roy Schmidt, dem Judoka Sven Maresch, dem Fußballer Nils Petersen und der Ringerin Maria Selmaier.

Und fünf Absolventinnen und ein Absolvent der Sportoberschule Chemnitz starten ebenfalls: Kristin Gierisch (Dreisprung), Cindy Roleder (100m Hürden), Anja Mittag (Fußball), Sophie Scheder, Pauline Schäfer (beide Kunstturnen) und Joachim Eilers (Radsprint). „Wir drücken die Daumen, auch in der Nacht, und hoffen auf erfolgreiche Spiele für alle Sportler“, schreibt die Schulleitung auf der Schulhomepage.

Die gerade von der Deutschen Sporthilfe als „Sportlerin des Monats Juli“ gekürte Leichtathletin und Olympiastarterin Gesa Felicitas Krause (3000-Meter-Hindernislauf) hat das Sportinternat der Carl-von-Weinberg-Schule in Frankfurt am Main absolviert.

Deutschlandweit gibt es 43 Eliteschulen des Sports. Die Auszeichnung wird vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) an Schulen vergeben, für die die spitzensportliche Talentförderung im Mittelpunkt steht. Die Eliteschulen des Sports sind immer an Olympiastützpunkte angebunden. Oft haben die Olympiastützpunkte außerdem Partnerschulen mit Sportprofil. An Sportschulen können in der Regel alle Schulabschlüsse abgelegt werden.

Eliteschulen des Sports arbeiten fast immer ganztägig. Zu ihnen gehören z. B. auch die Grund- und Stadtteilschule Alter Teichweg im Verbund mit dem Gymnasium Heidberg als Eliteschule des Fußballs, das Heinrich-Heine-Gymnasium in Kaiserlautern, die Flatow-Oberschule Berlin, das Sächsische Landesgymnasium für Sport in Leipzig, das Sportgymnasium Magdeburg, das Sportgymnasium Halle, das Sportgymnasium Neubrandenburg, das Landrat-Lucas-Gymnasium Leverkusen oder das Gymnasium am Rotenbühl in Saarbrücken.

Für Wintersportarten qualifizieren u. a. das Getrud-von-le-Fort-Gymnasium Oberstdorf, das Gymnasium Klingenthal in Sachsen und das Sportgymnasium Oberhof in Thüringen. Noch viele mehr wären zu nennen.

Die Sommerolympiade findet vom 5. bis 21. August 2016 in der brasilianischen Stadt Rio de Janeiro statt. Die Redaktion schließt sich dem Gruß auf der Homepage des Sportgymnasiums Halle an:

„Wir wünschen unseren Olympioniken viel Erfolg in Rio!!!“

Quellen: Ministerium für Bildung, Jugend und Sport
Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg
und Recherchen der Redaktion.

 

 


 
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