Österreich: "Ganztagsschulen haben viele Vorteile"

Ganztagsschulen sind auch ein Thema beim Besuch der österreichischen Bildungsministerin Sonja Hammerschmid in Hamburg, darunter in der Grund- und Stadtteilschule Alter Teichweg.

Die österreichische Bildungsministerin Dr.in Sonja Hammerschmid informiert sich in Hamburg über die Themen Digitalisierung, Chancengleichheit und Sozialindexierte Finanzierung. Im Zentrum der Reise steht der Besuch der Grund- und Stadtteilschule Alter Teichweg. Die Hamburger Stadtteilschulen stellen eine Alternative zum Gymnasium dar und bieten alle Abschlüsse bis zum Abitur. Einen Schwerpunkt bildet der Erwerb von Kompetenzen zur Gestaltung des eigenen Berufs- und Lebensweg und zur Vorbereitung auf das lebensbegleitende Lernen. Die Schule wird ganztägig geführt.

„Ganztagsschulen haben viele Vorteile. Die Schulen verfügen über deutlich mehr Zeit für den Unterricht und Angebote im Freizeit-, Neigungs- und Förderbereich und können Schülerinnen und Schüler besser dabei unterstützen, persönliche Stärken zu entwickeln", so Bildungsministerin Hammerschmid. Am Nachmittag stehen bildungspolitische Themen im Mittelpunkt. Die Fachvorträge und Diskussionen werden u.a. mit VertreterInnen der Behörde für Schule und Berufsbildung geführt.

Am 12. Juli 2016 hat der österreichische Ministerrat u. a. beschlossen, mit 750 Millionen Euro den Ausbau neuer Ganztagsschulen zu fördern. Ministerin Hammerschmid hatte gesagt: „Mit dem heutigen Tag ist ein wichtiger Schritt für mehr Chancengleichheit in der Bildung gelungen. Die Regierung hat sich auf eine Bildungsoffensive geeinigt: Eine Milliarde werden in Bildung und Forschung investiert. Besonders freut es mich, dass wir 750 Millionen in den Ausbau der ganztägigen Schulformen investieren. Die Ganztagsschule ist mir ein besonderes Anliegen, Studien zeigen: In ganztägigen Schulformen müssen Schülerinnen und Schüler seltener eine Klasse wiederholen, es werden weniger Kosten für Nachhilfe aufgewendet und bessere Lernerfolge werden erzielt.“

Die Ganztagsschule bringe auch wesentliche Verbesserungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Besonders Frauen und AlleinerzieherInnen profitierten von ganztägigen Schulformen. Eltern und Kinder haben durch den Wegfall der Hausübungen mehr Zeit für ein Familienleben. Auch die Wirtschaft profitiere von den Investitionen in den Bildungssektor. Durch den Ausbau der Ganztagsschulen werden Aufträge durch Investitionen in den Schulbau lukriert und mehr Arbeitsplätze (z. B. FreizeitpädagogInnen) geschaffen. Darüber hinaus werden 50 Millionen in eine neue Bildungsstiftung investiert. Deren Ziel ist, Innovationen im Bereich Pädagogik, Didaktik und Digitalisierung in Bildungseinrichtungen wie Kindergärten, Schulen und Hochschulen zu fördern.
 
Quelle: Bundesministerium für Bildung der Republik Österreich
 


 

 

 


 
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