didacta 2016 in Köln eröffnet

Die Bildungsmesse didacta, die in diesem Jahr vom 16. bis zum 20. Februar in Köln stattfindet, wurde gestern durch Schulministerin Sylvia Löhrmann eröffnet.

Schulministerin Sylvia Löhrmann hat gestern gemeinsam mit dem Präsidenten des didacta-Verbandes, Professor Wassilios E. Fthenakis, und der Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker die Bildungsmesse didacta eröffnet. Die Messe steht in diesem Jahr unter dem Motto „Bildung ist Zukunft“.

Ministerin Löhrmann: „Unsere Schulen sind immer auch ein Stück weit Spiegelbild der Gesellschaft: Die Entwicklungen, die uns als Land beschäftigen, und die Themen, die diskutiert werden, betreffen Schulen und andere Bildungseinrichtungen sehr unmittelbar. Bildung geht immer mit voran, gestaltet die Zukunft der Gesellschaft in entscheidendem Maße mit und hat deshalb für die Landesregierung oberste Priorität. Investitionen in Bildung sind Investitionen in den Fortschritt und damit in die Zukunft.

Bis zum 20. Februar bieten in Köln rund 850 Ausstellerinnen und Aussteller aus 35 Ländern auf der weltweit größten Bildungsmesse Einblicke in alle Bereiche des Lehrens und Lernens – von der frühkindlichen Bildung über die Schul- und Hochschulbildung bis hin zur betrieblichen Aus- und Weiterbildung. „Auch unsere Schulen sind mit den Herausforderungen unserer Zeit konfrontiert. Dabei sind die Inklusion und die Integration zu nennen, aber angesichts des wachsenden Extremismus ist es beispielsweise auch wichtig, dass wir die Demokratiepädagogik stärken“, erklärte Löhrmann. Ein weiteres Thema sei der digitale Wandel. In der sich weiter digitalisierenden Gesellschaft hätten sich digitale Medien längst zu vielseitigen Lehr- und Lernmitteln entwickelt.

„Der Zukunftsauftrag der Bildung besteht darin, unseren Kindern und Jugendlichen das notwendige Rüstzeug an die Hand zu geben und ihnen bestmögliche Startbedingungen zu bieten“, sagte Ministerin Löhrmann. Dies gelte auch für die Kinder und Jugendlichen, die mit ihren Familien und teilweise sogar alleine nach Nordrhein-Westfalen gekommen sind – geflohen vor Krieg, Terror, Armut und Vertreibung. „Der gemeinsame Unterricht von Schülerinnen und Schülern mit und ohne Zuwanderungsgeschichte ist ein wesentlicher Baustein der demokratischen Schule. Er schafft gegenseitiges Verständnis und Vertrauen und leistet einen wichtigen Beitrag für die schulische und gesellschaftliche Integration“, so Ministerin Löhrmann.

Die didacta 2016 ist nicht nur die weltweit größte Messe für den gesamten Bildungsbereich, sondern auch eine der größten pädagogischen Fortbildungsveranstaltungen. In drei Congress-Centren gibt es neben den Angeboten der rund 800 Aussteller auch ein umfangreiches Fortbildungsprogramm für die Fachkräfte aller Bildungsbereiche. In zahlreichen Vorträgen, Podiumsveranstaltungen, Workshops und Seminaren sprechen Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft sowie viele Prominente über aktuelle Fragen der Bildungspolitik.

So findet am 17. Februar das Forum Bildung mit dem Titel „Ganztagsschule: Lehrer-Engagement honorieren“ statt. Die Cornelsen Stiftung Lehren und Lernen, die seit 2005 den Cornelsen Stiftungspreis Zukunft Schule vergibt, zeichnet in diesem Jahr die Gewinner der Ausschreibung „"Pädagogische Gestaltung der Ganztagsschule" aus: Schulen, die beispielhaft Unterricht mit Nachmittagsangeboten zur Lernunterstützung und Freizeitgestaltung verbinden. Der Stiftungspreis will Anregungen geben und das besondere Engagement von Lehrkräften würdigen.

Das Thema „Bildungsgerechtigkeit ja – aber nur auf dem Papier?“ diskutieren am 18. Februar der Soziologe Hartmut Esser, der Bildungsforscher Kai Maaz, der Vorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, Heinz-Peter Meidinger, und die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft NRW, Dorothea Schäfer. Über das Thema „Schule in der digitalen Welt“ sprechen am 19. Februar Wolf-Rüdiger Feldmann vom Verband Bildungsmedien e.V. und Ewald Kiel von der Ludwig-Maximilians-Universität München mit der Bremer Senatorin für Kinder und Bildung, Dr. Claudia Bogedan, und dem Kultusminister von Sachsen-Anhalt, Stephan Dorgerloh.

Ein Schwerpunkt der diesjährigen didacta werden auch die Auswirkungen der Flüchtlingskrise auf das Bildungssystem in Deutschland und die Herausforderungen, denen Bildungsträger und Pädagogen gegenüberstehen, sein. Ganz im Zeichen der Integration steht 2016 die Ehrung der didacta Bildungsbotschafter. Der Didacta Verband zeichnet zwei Preisträger aus, die sich für Toleranz und gegen Ausgrenzung engagieren: die Journalistin Dunja Hayali, die sich besonders für Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund einsetzt, sowie den Kölner Verein „Arsch Huh“, der zu Zivilcourage und multikulturellem Zusammenwachsen aufruft.

Quellen:
Ministerium für Schule und Weiterbildung

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