Niedersachsen: Ganztagsschulen im Kultus-Etat

Kultusministerin Heiligenstadt hat die Schwerpunkte des Haushaltsplanentwurfs 2016 im Kultusausschuss des Niedersächsischen Landtags vorgestellt.

Kultusministerin Frauke Heiligenstadt hat am 9. Oktober 2015 den Haushaltsplanentwurf 2016 in den Kultusausschuss des Niedersächsischen Landtags eingebracht. Schwerpunkte des sogenannten Einzelplans 07 sind die Fortführung der Zukunftsoffensive Bildung, die Weiterentwicklung der Halbtagsschulen zu Ganztagsschulen, die weitere Umsetzung der inklusiven Schule und die Beschulung von Kindern und Jugendlichen mit Flüchtlingshintergrund.

Details können der Rede von Kultusministerin Heiligenstadt im Kultusausschuss entnommen werden. Unter anderem sagte sie: Bildung stehe für die Landesregierung auch in schwierigen Zeiten an oberster Stelle. Mit dem zweiten Nachtragshaushalt 2015 habe die Landesregierung bereits für den schulischen Bereich auf die aktuellen besonderen Herausforderungen reagiert und neue Stellen geschaffen. 538 Lehrkräfte zur weiteren Unterstützung von Sprachfördermaßnahmen und 100 sozialpädagogische Fachkräfte, die den vielfach auch traumatisierten Kindern bei ihrem Übergang in diese für sie neue schulische Welt helfen sollen, werden an den allgemein bildenden Schulen eingestellt. Für Jugendliche zwischen 16 und 21 Jahren werde der Schulversuch „Sprint" eingerichtet, um jugendliche Flüchtlinge möglichst schnell und intensiv mit der deutschen Sprache sowie dem Kultur- und Berufsleben vertraut zu machen. Erreicht werden sollen Jugendliche, die einerseits schnell auch in eine Ausbildung vermittelt oder in ein anderes schulisches Angebot übergeleitet werden können.

Die Zukunftsoffensive Bildung sei neben der Bewältigung der gegenwärtigen Herausforderungen das Kernstück der Bildungspolitik. „Es zeigt sich, dass es richtig war, die Ganztagsschulen besser auszustatten. Mit der verbesserten Ausstattung für die Ganztagsangebote sind es gerade diese Schulen, die bestens für die Aufnahme der Flüchtlingskinder gerüstet sind“, sagte die Ministerin. „Rund 1.700 Ganztagsschulen gibt es inzwischen in Niedersachsen, das sind über 60 Prozent aller allgemein bildenden Schulen, 41 Prozent der Schülerinnen und Schüler nutzen dieses Angebot. Dieses ist ein toller Erfolg, auf den die Landesregierung stolz ist.“

Für den weiteren Ausbau des Ganztagsbereichs sollen im kommenden Schuljahr zusätzlich 335 Lehrkräfte eingesetzt werden. Von 2016 bis zum Jahr 2019 sind insgesamt 486,3 Millionen Euro zusätzlich für den Ausbau der Ganztagsschulen eingeplant. Damit bleibe es den vorhandenen und den neu genehmigten Ganztagsschulen möglich, ihr Nachmittagsangebot schrittweise auszubauen.

Auch die Qualitätsverbesserungen im Bildungsbereich werden fortgeführt, darunter die Umsetzung der inklusiven Schule, der Ausbau der Schulinspektion, der Aufbau der Schulentwicklungsberatung und vieles mehr. Auch der Elementarbereich und die Kindertageseinrichtungen werden weiter unterstützt.

Quelle: Niedersächsisches Kultusministerium


 

 

 


 
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