Sachsen freut sich über Spitzenplatz

Sachsen hat nach dem Bildungsmonitor 2015 besondere Stärken bei der Schulqualität und der Förderinfrastruktur sowie in der ganztägigen Bildung.

Die Vergleichsstudie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) sieht im Bildungsmonitor 2015 erneut das Land Sachsen auf dem ersten Platz der deutschen Bundesländer. In der Studie, die die Bildungssysteme der Bundesländer anhand von zwölf Handlungsfeldern und 93 Indikatoren bewertet, nimmt Sachsen zum zehnten Mal in Folge den Spitzenplatz ein.

Kultusministerin Brunhild Kurth zeigte sich außerordentlich zufrieden über den Spitzenplatz, dennoch könne sich der Freistaat nicht auf den Lorbeeren ausruhen: "Die Qualität der Schulbildung, die Förderinfrastruktur für die Schülerinnen und Schüler und die sehr guten Bedingungen zur Vermeidung von Bildungsarmut sind zwar deutschlandweit spitze, aber wir dürfen die Augen nicht vor dem Personalproblem verschließen", so die Ministerin.

So ist die Altersstruktur der Lehrer in Sachsen unausgewogen. Die Bewältigung des Generationswechsels in den Lehrerzimmern und die Integration der Flüchtlingskinder in Schulen gehörten derzeit zu den größten Herausforderungen für das sächsische Bildungssystem.

Besondere Stärken weist Sachsen nach der Studie bei der Schulqualität und der Förderinfrastruktur (jeweils Platz 1) auf. So hat der Freistaat die zweithöchste Quote der an Schulen ganztags betreuten Kinder. Bei der Vermeidung von Bildungsarmut  liegt Sachsen auf Platz 2. Bei den einbezogenen Schülerleistungsstudien wies Sachsen den niedrigsten Anteil an Risikogruppen auf. "Im Ländervergleich entscheidet damit die soziale Herkunft der Schüler im Freistaat am wenigsten über den Bildungserfolg. Das ist letztendlich auch dem hohen Engagement der Lehrerinnen und Lehrer zu verdanken, die die Schüler individuell fördern und fordern", so Kultusministerin Brunhild Kurth.

Verbesserungspotential sieht die Ministerin unter anderem beim hohen Anteil der Schüler ohne Hauptschulabschluss. "Zwar ist der Anteil der Schüler ohne Abschluss zwischenzeitlich gesunken, was sich noch nicht in der vorgelegten Studie widerspiegelt. Aber auch die aktuelle Quote von 8,6 Prozent kann uns noch nicht zufriedenstellen", so die Ministerin.

Quelle: bildung.de

 

 


 
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