Neue KMK-Präsidentin: Gutes Ganztagsangebot schaffen : Datum:

Die neue Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Berlins Bildungssenatorin Astrid-Sabine Busse, wird die Qualität der Ganztagsschule in den Fokus ihrer Präsidentschaft rücken.

Im Rahmen einer Feierstunde im Bundesrat hat die Senatorin für Bildung, Jugend und Familie des Landes Berlin, Astrid-Sabine Busse, die turnusmäßige, am 1. Januar 2023 startende Präsidentschaft der Kultusministerkonferenz (KMK) übernommen. Sie folgt im Amt auf die schleswig-holsteinische Bildungsministerin Karin Prien. Vizepräsidentin ist nunmehr Bildungs- und Kulturministerin Christine Streichert-Clivot (Saarland), und 2. Vizepräsidentin ist Ministerin Karin Prien (Schleswig-Holstein).

Die neue KMK-Präsidentin Astrid-Sabine Busse bedankte sich bei ihrer Kollegin aus Schleswig-Holstein für ihre Arbeit im vergangenen Jahr und sagte anlässlich der Präsidentschaftsübergabe im Bundesrat:

„Wir stehen in der Bildungspolitik bundesweit vor großen Herausforderungen. Dazu gehören der gestiegene Lehrkräftebedarf ebenso wie die Digitalisierung oder die Folgen der Corona-Pandemie in unseren Schulen. Auch der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine wirkt sich auf unsere Bildungseinrichtungen aus. All diesen Aufgaben müssen wir uns in der Kultusministerkonferenz gemeinsam stellen und hier weiter vorankommen. Zugleich bereiten sich die Länder auf die Umsetzung des Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung für Kinder im Grundschulalter vor, der vom Schuljahr 2026/2027 an bundesweit gilt.

Ich möchte deshalb einen Fokus meiner Präsidentschaft auf die Qualität der Ganztagsschule legen. Denn ein gutes Ganztagsangebot, das Kindern Spaß macht, fördert sowohl die sozialen als auch die kognitiven Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler. Ganztag dient nicht nur der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, ein solches Angebot fördert die Persönlichkeitsentwicklung und die Chancengleichheit von Kindern und Jugendlichen und damit die Bildungsgerechtigkeit.“

Vizepräsidentin Christine Streichert-Clivot erklärte: „In den kommenden Jahren werden wir gemeinsam wichtige bildungspolitische Themen voranbringen müssen. Die Digitalisierung im Bildungsbereich, der Fachkräftebedarf an Schulen und Kitas, der Rechtsanspruch auf ganztägige Bildung und Betreuung sowohl im Kita- als auch Grundschulbereich gehören für mich an vorderster Stelle dazu. Alle Kinder und Jugendlichen in Deutschland haben unabhängig von ihrer Herkunft und ihrem Hintergrund ein Recht auf Bildung. Und dieses Recht auf Bildung für alle Kinder bestmöglich einzulösen, steht für mich im Mittelpunkt. Ich freue mich darauf, mich als Vizepräsidentin in die bildungspolitischen Debatten einbringen zu können und im kommenden Jahr die Präsidentschaft zu übernehmen.“

Quelle:
Kultusministerkonferenz
Ministerium für Bildung und Kultur des Saarlands