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Ganztagsschul-Finder
Mit dem Ganztagsschul-Finder können Sie über die Suchfunktion nach Schulen mit Ganztagsangebot in Ihrer Nähe suchen. Schulen können sich hier eintragen und in einem Kurzprofil vorstellen.
Schule zum Broch
Adressdaten
Schule zum Broch
Zum Broch
66663 Merzig
E-Mail: schulezumbroch@t-online.de
Schulform
Förderschule geistige Entwicklung
Kurzprofil
Wertorientierung
Die Schule ist an den saarländischen Lehrplan gebunden und verfolgt darüber hinaus das Ziel, den Schülern Selbstverwirklichung in sozialer Integration zu ermöglichen. Um dies zu erreichen, vermittelt die Schule Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten, die dem Kind in seinem späteren Leben hilfreich sind und fördert die Selbsttätigkeit der Schüler. Kurz gesagt: Die Schule soll die Schüler auf das spätere Leben, als Teil der Gesellschaft, vorbereiten.
Dabei wird jedes einzelne Kind ganzheitlich gesehen und nicht auf seine Defizite reduziert. Wichtig hierbei ist, das Lernangebot für jeden Schüler individuell zu gestalten. Das Lernangebot orientiert sich am jeweiligen Entwicklungsstand und an den Kompetenzen des Einzelnen ("Das Kind dort abholen, wo es steht").
Die Schüler/innen werden in der Schule vor allem in folgenden Bereichen gestärkt:
- Erfahren der eigenen Person und Aufbau eines Lebenszutrauens
- Selbstversorgung und Beitragen zur eigenen Existenzsicherung
- Zurechtfinden in und angemessenes Erleben der Umwelt
- Erkennen und Gestalten der Sachumwelt
Um eine gesellschaftliche Integration zu ermöglichen reicht allerdings ein reines "Bereitmachen" der Schüler auf die Gesellschaft nicht aus.
Die Schule muss durch vielfältige Projekte und Kooperationen (mit Schulen, Vereinen, u. a.) geöffnet werden. So kann eine Sensibilisierung der Mitmenschen erreicht werden.
Organisation
Die Schule ist in Unter-, Mittel-, Ober- und Werkstufen gegliedert. Derzeitig bestehen neun Klassen mit insgesamt 59 Schülern. Die Klassengröße variiert zwischen fünf bis acht Schülern. Die Kinder besuchen die Schule mindestens 12 Jahre und werden in den einzelnen Klassen unabhängig vom Lebensalter unterrichtet.
Die Klassenleitung übernehmen Pädagogische Fachkräfte (PF) mit sonder-pädagogischer Zusatzausbildung sowie zwei Fachlehrer. 1,5 Sonderschullehrer und zwei Pädagogische Fachkräfte nehmen Schüler zum Kursunterricht aus dem Gesamtunterricht.
Ablauf des Schultages:
Die Schüler werden mit Bussen in die Schule gebracht.
08.10 - 09.50 Uhr Unterricht
09.50 - 10.30 Uhr gemeinsames Frühstück in den Klassen
10.30 - 11.00 Uhr Pause
11.00 - 12.20 Uhr Unterricht
12.15 - 12.45 Uhr Mittagessen
12.45 - 13.15 Uhr Pause
13.15 - 14.15 Uhr AGs
14.30 Uhr Schulschluss, die Schüler werden von den Bussen wieder nach Hause gebracht
Rechtliche Situation
Die Schule zum Broch ist die Pflichtschule für alle Kinder mit einer geistigen Behinderung im Landkreis Merzig-Wadern. Für Kinder mit Körperbehinderungen oder Sinnesbehinderungen steht die Schule für körperbehinderte Kinder in Püttlingen und die Ruth Schaumann Schule in Lebach zur Wahl.
Trägerschaft
Die Schule ist eine öffentliche Schule und wird vom Landkreis Merzig-Wadern getragen.
Finanzierung
Sachkosten, wie z.B. Gelder für bauliche Maßnahmen oder Unterrichtsmaterialien werden vom Landkreis Merzig- Wadern getragen.
Personalstruktur
Gegenwärtig sind:
1 Förderschulrektor
1 Förderschulkonrektorin
2 FachLehrer/innen
12 Pädagogische Angestellte mit sonderpädagogischer Zusatzausbildung
1 Pädagogischer Angestellter ohne sonderpädagogischer Zusatzausbildung
9 Integrationshelfer/innen
3 Absolvent/innen des FsJ
3 Praktikant/innen der Fachoberschule
1 Hausmeister
1 Hauswirtschafterin
1 Sekretärin (7 Std./Woche) beschäftigt.
Räumlichkeiten
Die Schule verfügt über:
- 9 Klassenräume, z.T. mit Nebenräumen und Küche ausgestattet,
- Turnhalle
- Bällchenbad
- Snoeselraum
- Raum für Kunst
- Werkraum
- Maschinenraum
- Musikraum
- Raum für Ergotherapie
- Raum für die Physiotherapie
- Räume für den Kursunterricht
- Foyer
- Lehrerzimmer
- Sekretariat
- Hausmeisterwerkstatt
- Essensausgabe
- Lehrküche (rollstuhlgeeignet)
Außengelände:
- Spielstraße
- Spielplatz
- Sportplatzmitbenutzung
Kooperationspartner:
- DRK Merzig
- Grundschule Düppenweiler
- Grundschule St. Josef, Merzig
- Heilpädagogisches Reiten Stephanie Laux, Merchingen
- Miteinander leben lernen e.V.
- Lebenshilfe Merzig-Wadern e.V.
- Lokales Bündnis für Familie Merzig
- Stadt Merzig: Merzig speckt ab ? mach? mit werd? fit
- Landkreis Merzig-Wadern: Forum für Menschen mit Handicap
- Special Olympics Saarland e. V.
- SSV Oppen e.V.
Qualitätsbereiche:
1. Qualität des Lernens
Wir versuchen in unserem Unterricht, den Anspruch auf Ganzheitlichkeit zu erfüllen, indem wir uns an die Schüler/innen als Gesamtpersönlichkeit wenden. Darüber hinaus ist den Lehrer/innen bewusst, dass Lernen ein komplexer Prozess ist, an dem vielfältige sensorische, motorische, sprachliche, kognitive und soziale Prozesse beteiligt sind. Ganzheitliches Lernen gelingt durch ausgewogene Beanspruchung möglichst vieler der genannten Bereiche.
- Die Auswahl der Unterrichtsinhalte orientiert sich an der aktuellen Lebensbedeutsamkeit für die Kinder und Jugendlichen. Ebenso werden die Anforderungen geklärt, die sich für das zukünftige Leben der Schüler/innen ergeben können. Unterrichtsinhalte werden immer wieder - auch kurzfristig - an beiden Kriterien ausgerichtet.
- Schüler/innen mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung haben weitgehend die gleichen Lebensaufgaben zu bewältigen wie junge Menschen ohne Behinderungen. Deshalb werden altersgemäße Lerninhalte sowie Lehr- und Lernformen angeboten. Im Sinne spiralcurricularen Vorgehens können sich die Schüler/innen einem Lerngegenstand in verschiedenen Altersstufen mehrmals mit verschiedenen Schwerpunktsetzungen und in unterschiedlicher Komplexität aneignen. Häufig sind basale Angebote in allen Altersstufen notwendig. Auch sie verlangen eine altersgemäße Gestaltung.
- Schüler/innen lernen erfolgreich, wenn sie Anregungen vorfinden, die ihre Erwartungen und Bedürfnisse aufgreifen und die selbst bestimmte Aktivität zulassen. Deshalb sind Lernsituationen so offen und überschaubar zu gestalten, dass sie Raum geben, den individuellen Interessen entsprechend teilzuhaben, zu üben, selbst zu entscheiden und kreativ zu handeln. Materialgeleitetes Lernen und Freiarbeitermöglichen in besonderer Weise aktives und selbsttätiges Lernen.
- Schüler/innen mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung haben individuell unterschiedlichen Assistenzbedarf. Sie müssen persönlich entscheiden dürfen, in welcher Form und in welchem Umfang sie Unterstützung wünschen. Sie umfasst personale Hilfen von der stellvertretenden Ausführung einer Tätigkeit über geführte Bewegungen bis hin zu verbaler Beobachtung und Korrektur; ferner materielle Hilfsmittel wie Kommunikationshilfen, bildliche oder schriftliche Handlungsanleitungen oder spezielle Werkzeuge.
- Im handlungsorientierten Unterricht entdecken Schüler/innen eine Problemstellung, die aus einer konkreten Lebenssituation hervorgeht und von unmittelbarer Bedeutung ist. Daraus leiten sich die Auswahl von Handlungszielen sowie die Planung und Durchführung von Handlungsstrategien ab. Dieses Vorgehen beinhaltet die Möglichkeit, Erlerntes aus verschiedenen Lernbereichen zu verknüpfen und für das Erreichen des Handlungsziels nutzbar zu machen. Grundlage für die selbstständige Bewältigung des Alltags ist das Beherrschen von Fertigkeiten. Diese können im Rahmen eines Lehrgangs erworben werden. Deshalb sind Lehrgänge Teil des handlungsorientierten Lernangebots.
- Die Schüler/innen üben erlernte Fertigkeiten, Handlungen und Problemlöseverfahren intensiv und kontinuierlich. Hierzu stellen Lehrer/innen und Lehrer individualisiernde Übungsformen bereit, die zunehmend komplexer werdende Situationen berücksichtigen. Sie erwerben auf diesem Weg die Fähigkeit, das Gelernte in vielfältigen lebenspraktischen Zusammenhängen anzuwenden.
Im Unterricht geschieht Rhythmisierung durch die Schaffung von Situationen, die innerhalb einer Unterrichtseinheit und im Tages- und Wochenablauf regelmäßig wiederkehren. Rhythmisierung ermöglicht den Schüler/innen sich zeitlich und räumlich zu orientieren. Lebensrhythmus wird erfahrbar, wenn Phasen der Aktivität mit Phasen der Ruhe abwechseln. Solche Rhythmisierung wird durch Tätigkeiten gestaltet, die gegensätzliche Handlungs- und Erlebnisqualitäten ermöglichen wie Anspannen und Entspannen, Führen und Folgen, Anpassen und Gestalten, Aufnehmen und Abgeben, Nachahmen und Erfinden.
2. Individuelle Förderung, Umgang mit Vielfalt Unterricht findet in Klassen, in Lerngruppen und in Einzelförderung statt. Die entsprechenden Sozialformen wie Klassenunterricht, Gruppenarbeit oder Einzelarbeit werden bedarfsbezogen organisiert. Innerhalb einer Klasse wird auf das Erreichen gleicher Lernziele für alle verzichtet. Es wird zwar am gleichen Gegenstand gelernt, aber in individuell unterschiedlichen Zugangsweisen. Dieses Vorgehen erfordert Maßnahmen innerer Differenzierung. Individuelles Lernen gelingt vor allem, wenn Hilfen in unterschiedlichem Ausmaß angeboten, Umfang und Schwierigkeitsgrad der Aufgaben variiert und verschiedene Unterrichtsmedien eingesetzt werden.
- Eine auf die Eingangsdiagnostik aufbauende Verlaufsdiagnostik gibt Aufschluss über den individuellen Entwicklungsprozess. Die Wirkung der einzelnen Fördermaßnahmen und des Unterrichtsangebots wird regelmäßig überprüft. Bestehende Förderpläne werden regelmäßig fortgeschrieben und verändert. Verlaufsdiagnostik wird unterrichtsbegleitend und interdisziplinär durchgeführt. Eine detaillierte und hausintern einheitliche Dokumentation des Leistungsstandes (Lernbegleiter) in den verschiedenen Aktivitätsbereichen ermöglicht allen Kolleg/innen einen schnellen Einblick beispielsweise im Falle einer Vertretung. Auf diese Weise gelingt es auch, den Erziehungsberechtigten die Entwicklung ihres Kindes zu veranschaulichen.
- Die Klassen sind prinzipiell leistungsheterogen zusammengesetzt. Schüler/innen einer Altersspanne (in der Unterstufe etwa von 6 bis 10
Jahren) lernen dort gemeinsam auf meist unterschiedlichen Lernniveaus. Dabei entsteht ein Lernklima, in dem die anscheinend höherwertige Leistung gleichwertig neben der auf einem niedrigeren Kompetenzniveau erbrachten steht. Dies gilt nicht nur für die Bewertung durch die Lehrkraft sondern auch für den Respekt, den sich die Schüler/innen untereinander erweisen.
- In den heterogenen Klassen helfen und unterstützen sich die Schüler/innen gegenseitig. So können Leistungsstärkere erworbenes Wissen festigen und Leistungsschwächere erfahren mehr individuelle Zuwendung. In verschiedenen Lernbereichen wird deutlich, dass alle Schüler/innen Vorlieben und individuelle Stärken und Schwächen haben.
- Die Integration der Schüler/innen mit schwersten Behinderungen in die regulären Klassen (im Gegensatz zu dem Konzept reiner Schwerstmehrfachbehindertenklassen) hat für diese mehrere Vorteile. So erhalten sie scheinbar beiläufig Wahrnehmungsangebote in allen Bereichen, so z.B. akustisch durch die sie ansprechenden Kinder, visuell durch das Beobachten der Aktivitäten der Anderen, olfaktorisch durch die Teilnahme an beispielsweise hauswirtschaftlichen Aktivitäten sowie taktil-kinästhetisch durch Unterrichtsangebote auf dem Teppich, im Bällchenbad oder im Snoezelraum.
Außer in den Klassen werden die Schüler/innen in Kursen und in Einzelförderung unterrichtet. Die Kurse sind eher leistungshomogen (2-4 Schüler/innen). Dort ist es den Schüler/innen eher möglich nach Lehrgängen zu lernen. Kurse werden in den Aktivitätsbereichen Kommunikation, Welterschließung, Töpfern und Werken mit Holz sowie Gartenarbeit angeboten. Manche Schüler können sich in der Einzelförderung eher auf spezifische Angebote (etwa zum Erlernen eines Zeichensystems zur Verbesserung der kommunikativen Kompetenzen) einlassen.
3. Schule als Gemeinwesen
Mit 61 Schüler/innen ist die Schule für die meisten Schüler überschaubar klein. Hier kennt jeder jeden. In der Tat werden Selbstständigkeit und Verantwortung, Solidarität und Hilfsbereitschaft, Empathie und Zuwendung im Alltag gelebt.
- Auf Initiative von einzelnen Schüler/innen werden unterrichtliche Aktivitäten geplant. An der Auswahl der nachmittäglichen Arbeitsgemeinschaften werden die Schüler/innen aktiv eingebunden.
- Regelmäßig finden Treffen mit der Elternvertretung statt um aktuelle Themen zu besprechen, Probleme zu benennen und Aktivitäten zu planen.
- Die Schule beteiligt sich aktiv am öffentlichen Leben des Dorfes (Weihnachtsmarkt, Kirche, Landfrauen, DRK).
- Zusammenarbeit mit einer logopädischen, physiotherapeutischen sowie einer ergotherapeutischen Praxis
- Kooperation mit dem Autismus-Therapie-Zentrum
- Heilpädagogisches Reiten (Stephanie Laux, Merchingen)
- Nachmittagsbetreuung (in Zusammenarbeit mit der LebenshilfeMerzig-Wadern e.V.)
- Teilnahme an der Initiative Lokales Bündnis für Familie Merzig
- Teilnahme an dem Projekt der Stadt Merzig: Merzig speckt ab, mach mit, wird fit
- Kooperation Schule und Verein mit dem SSV Oppen e.V.
- Mitglied bei Special Olympics Deutschland e.V.
- Angestrebte Schulpartnerschaft mit einer Schule im benachbartenLuxemburg
4. Schulklima
Das Klima an der Schule ist von gegenseitigem Respekt, Lernfreude und Anstrengungsbereitschaft geprägt. Die Schule ist einladend, freundlich und anregend gestaltet. Die Pflege der Schule begreifen Kollegium, Schüler/innen, Hausmeister und Schulträger als gemeinsame Herausforderung, der sich alle tatkräftig und gemeinsam stellen. Dies wird sichtbar zum Beispiel an der Praxis des wöchentlichen Werkstatttages, an dem unter anderem die Außenanlagen gepflegt und weiter gestaltet werden. Eltern und anderen Interessierten steht die Schule prinzipiell offen. Gerne nimmt man sich auf Anfrage Zeit, das Schulkonzept im
Einzelgespräch zu erläutern und die Schule im laufenden Betrieb zu zeigen. Zum jährlichen Schulfest steht die Schule allen Interessierten offen. Darüber hinaus steht der Spielplatz den Kindern des Dorfes am Nachmittag zur Verfügung.
5. Lernende Organisation
Lernende Schule bedeutet neben lernenden Schüler/innen auch lernende erwachsene Mitarbeiter, zu denen die Lehrkräfte, aber auch der Hausmeister, die Hauswirtschafterin, die Sekretärin, die Praktikant/innen und Eingliederungshelfer/innen gehören.
- In den Klassen werden die Impulse der Praktikant/innen und Eingliederungshelfer geschätzt. In regelmäßigen Gesprächen mit der Schulleitung wird deren Wahrnehmung der Schule angesprochen, reflektiert und Vorschläge zur Bereicherung der schulischen Aktivitäten ggf. aufgegriffen.
- Hinweise des Hausmeisters, der Hauswirtschafterin und der Sekretärin werden sehr geschätzt, informell besprochen und in Absprache mit den Kolleg/innen und ggf. dem Schulträger unbürokratisch umgesetzt.
- In Konferenzen und Teamsitzungen nutzen die Lehrkräfte die Gelegenheit, relevante Themen (Projekte, Fortbildungen, Formen der Zusammenarbeit u. a.) und aktuelle Probleme zu diskutieren und zu entscheiden.
- Eltern bestimmen in den Konferenzen mit, nehmen aber darüber hinaus die Gelegenheit wahr, eigene Wünsche und Vorstellungen bzgl. der Förderung ihrer Kinder im Gespräch mit den Lehrkräften und der Schulleitung zu äußern. In die jeweilige Diskussion können interne und externe Fachleute auch auf Wunsch der Familie einbezogen werden. Gelegenheiten zu solchen Gesprächen bietet die Schule zum Elternsprechtag zum Schulhalbjahr, darüber hinaus nach Bedarf das ganze Jahr über.
- Wünsche und Ideen von Schüler/innen bestimmen nicht unwesentlich die Gestaltung des Unterrichts mit. Es geht nicht zuletzt darum, ausgehend von den Spuren der Kinder den Unterricht zu planen und ständig zu reorganisieren. Bei nicht sprechenden Schüler/innen wird auf alternative Kommunikationsformen zurückgegriffen (Gestenunterstützte Kommunikation, Talker). Einen Schülersprecher oder eine -sprecherin gib es an der Schule noch nicht, andererseits machen nicht wenige Schüler/innen vor allem der Ober- und Werkstufe regen Gebrauch von der Möglichkeit, den Lehrkräften und der Schulleitung vorhabenbezogene Vorschläge zu machen und zu diskutieren.
- Der Förderverein unterstützt Lehrer/innen, die kostenpflichtige Fortbildungen (auch außerhalb des Saarlandes) besuchen zurzeit mit 50% der Tagungskosten. Es wird diskutiert, jeder Lehrperson ein Konto einzurichten, von dem aus ein fixer Betrag jährlich für Fortbildungen ausgegeben werden kann.
6. Öffnung der Schule
Mit der weiteren Öffnung der Schule verknüpften sich unterschiedliche Erwartungen:
- Die Zusammenarbeit mit der sich neu aufstellenden Lebenshilfe Merzig-Wadern ermöglicht Schüler/innen durch Ferienmaßnahmen und Freizeitgruppe im Sinne einer Nachmittagsbetreuung kreative Freizeitgestaltung anstelle von Langeweile und dem Erleben von Einsamkeit. Ausflüge und Unternehmungen im Ort und der nahen Kreisstadt werden von vielen Schüler/innen sehr positiv aufgenommen. Von den Eltern wird die Freizeitgruppe außerordentlich begrüßt.
Die im Schuljahr 2007/08 begonnene Kooperation mit dem SSV Oppen greift einen Wunsch der Eltern auf, ihre Kinder (mit Behinderungen) im Verein Sport treiben zu lassen bzw. den Wunsch der Schüler selbst, in einer Vereinsmannschaft Fußball zu spielen. Innerhalb kürzester Zeit ist es gelungen, dass jede Gruppe des Vereins prinzipiell Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen offen steht. Zusätzlich gibt es eine Leichtathletikgruppe speziell für Kinder mit geistiger Behinderung. Am 30.08.08 wurde ein gemeinsames Sportfest des Vereins und der Schule mit Unterstützung von Special Olympics Deutschland e.V. veranstaltet, das saarlandweit ausgeschrieben wurde und von Schirmherrin und Kultusministerin Annegret Kramp-Karrenbauer unterstützt wurde. Gerade die sportlichen Events (z. B. im Januar 08 die Teilnahme der Schulmannschaft an einem Turnier des Vereins) macht die Lebenswelt der Schüler/innen größer und weiter. So können sie sich auch außerhalb des schulischen Rahmens erleben und beweisen. Die Welt endet eben nicht in Merchingen!
- "Merzig speckt ab, mach mit wird fit", eine Initiative der Kreisstadt passt gerade recht zu einem der Schwerpunkte der Schule "Gesunde Ernährung und Bewegungsförderung". Über die Mitarbeit an diesem Projekt konnten in den Schuljahren 07/08 und 08/09 zwei Ernährungsberaterinnen dafür gewonnen werden, an der Schule Kurse zu gesundem Frühstück und dem Zubereiten warmer Mahlzeiten durchführten.
So entstand das Vorhaben: Gesund und lecker essen in der Schule. Da dies nachhaltig angelegt ist, führen die Lehrkräfte im hauswirtschaftlichen Unterricht die Ideen der Expertinnen weiter. Um dieses Projekt zu dokumentieren, soll ein Kochbuch der im Jahr favorisierten Rezepte entstehen und der Öffentlichkeit zum Ende des Jahres vorgestellt werden. In diesem Jahr führt Gabriele Dauster als Ernährungsberaterin unterstützt durch die Landfrauen und die CMA ein Milchprojekt in allen Klassen durch.
- Die Teilnahme an der Initiative der Stadt und des Landkreises "Lokales Bündnis für Familie" versteht sich für uns von selbst, da der pädagogische Anspruch der Schule ein systemischer und ganzheitlicher ist. Außerdem geht es darum, in der Initiative die ab und an besonderen Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen und ihrer Eltern eine Stimme zu geben. Gleiches gilt aktuell für die Mitarbeit an der Konzeption eines "Integrativen Generationenplans" für den Landkreis unter der Regie der HTW Saarbrücken.
Letzte Aktualisierung: 2012-04-13 16:35:19
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Investitionsprogramm
Mit dem Investitionsprogramm "Zukunft Bildung und Betreuung" (IZBB) haben Bund und Länder zwischen 2003 und 2009 den Auf- und Ausbau von Ganztagsschulen mit 4 Milliarden Euro unterstützt.
Erfahren Sie hier mehr über die Hintergründe und Perspektiven.






