(Beginn des Inhalts [zu den inhaltlichen Zusatzinformationen Taste Z, zum Servicemenü Taste S, zum Menü Taste M])

Ostereiersuche im Ganztag

Der Frühling ist da, der Schulgarten ruft, und an kreativen Ideen in der Osterwerkstatt mangelte es nicht, wie die Redaktion feststellen konnte. Osterferienprogramme versprechen zudem wieder erlebnisreiche Ferientage.

Modell eines Schulgartens
So stellen sich die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Hohenfurch ihren Schulgarten vor.© Ralf Augsburg

In Sonsbeck zierten am letzten verkaufsoffenen Sonntag Holzostereier die Schaufenster der örtlichen Gewerbetreibenden. Schülerinnen und Schüler der Johann-Hinrich-Wichern-Grundschule hatten sie in den vergangenen Wochen bemalt. Als Dank wird die Sonsbecker Werbegemeinschaft den Kindern demnächst einen Tag lang eine Hüpfburg zur Verfügung stellen – diese Bekanntmachung löste bei den Schülerinnen und Schülern vorösterlichen Jubel aus.

Wer den Ulmener Ostermarkt besucht hat, fand dort diesmal einen Stand der Realschule plus Vulkaneifel. Schülerinnen und Schüler der 7. bis 9. Klassen möchten demnächst zum Schüleraustausch nach Frankreich fahren. Was lag näher, als die Fahrt mit dem Verkauf von selbstgebackenen Osterplätzchen zu finanzieren?

Der Frühling lockt in den Schulgarten

Die ersten warmen Sonnenstrahlen locken nicht nur das Grün aus der Erde, sondern auch die Schülerinnen und Schüler landauf, landab in die Schulgärten. In Neuenburg arbeiten die Schülerinnen und -schüler der Astrid-Lindgren-Grundschule am Nachmittag bereits an den vier Hochbeeten, für das ihnen die „Mobile Umweltbildung“ des Landkreises Friesland 20 Säcke torffreier Blumenerde gestiftet hat. In zwei Hochbeeten sind Beeren, in den anderen beiden Gemüsesorten angepflanzt. Der Förderverein hat der Schule derweil einen alten Bauwagen spendiert.

Die Gesamtschule Leverkusen Schlebusch engagiert sich seit neun Jahren für das bereits mehrfach ausgezeichnete Projekt "Mit Bienen in die Zukunft". Im Schulgarten zogen Schülerinnen und Schüler drei Jahre lang einen „Bienenbaum“ auf, der nun drei Meter misst. Jetzt haben sie diesen Baum an eine Bahntrasse verpflanzt, auf dass er dort das Überleben von akut vom Aussterben bedrohten Honig- und Wildbienenvölkern sichere.

Schülerinnen bemalen ein Riesen-Osterei
Löwenzahn-Grundschule Berlin-Neukölln© Löwenzahn-Schule (Grundschule)

Studierende der Universität Kassel haben sich gedacht: „Wenn der Prophet nicht zum Berg kommt...“ und den „Mobilen Schulgarten“ ersonnen. Sie hatten festgestellt, dass Ganztagsschulen oft keine Möglichkeit haben, ein Gewächshaus zu installieren. So bauten die Studierenden ein Gewächshaus auf einem Autoanhänger, das von mehreren Schulen gleichzeitig genutzt werden kann. In diesem Schulgarten-Mobil bekommt jede Klasse einen Bereich, in dem sie Jungpflanzen züchten oder ihre Ernte lagern kann. Das Konzept sieht vor, dass von der Planung der Beete über Aussaat, Aufzucht und Pflege bis zu Ernte und Verarbeitung der gesamte Gartenzyklus abgebildet werden kann. Im Mai soll es an der Kesperschule Witzenhausen losgehen.

Die Umweltstiftung Lippe schreibt zum zweiten Mal den Wettbewerb „Wo ist der schönste Schulgarten?“ aus. Interessierte Schulen können sich bis zum 15. April um eine Förderung bewerben. Voraussetzung ist ein Konzept zur Einbindung des Schulgartens in den Unterricht, in dem auch die zukünftige Nutzung durch nachfolgende Klassen berücksichtigt wird. „Wir haben festgestellt, dass das Instandhalten und aktive Nutzen der Schulgärten meistens keine Frage fehlender Motivation, sondern fehlender Gelder ist. Da möchten wir weiter ansetzen und helfen“, erklärt Projektleiterin Marie-Theres Hahn.

Alles so schön bunt

Etwas ganz Besonderes gibt es im Schulgarten der Grundschule Plockhorst in Edemissen: Hier sind die Kaninchen Willi, Löwe und Luca zu Hause. Den „Kaninchendienst“ zur Fütterung und Pflege übernehmen die Kinder selbst. Ein Blick auf die Schulhomepage, auf der die musikalische Grundschule mit Film und Musik einen eindrucksvollen Einblick in ihr Können gibt, lohnt unbedingt.

Frühlingsbeginn und Ostern fallen in diesem Jahr beinahe zusammen. Es gab also viel zu tun in den Ganztagsschulen. In der Grundschule Remels haben die Kinder im Ganztag gemeinsam mit den Mensakräften fleißig Ostereier bemalt, sodass die Mensa jetzt wunderschön dekoriert ist. Gleich eine ganze „Osterwerkstatt 2016“ – eröffnet mit dem Kanon der Schülerschaft „Ich lieb den Frühling“ – veranstaltete die Integrative Schule Frankfurt am Main. Dort hieß es Osterbecher, Osterschafe, Ostergirlanden oder Schneeglöckchen basteln, Eier in selbst produziertem Papier verpacken und Eierkartons bemalen.

Die Kinder der Josefschule Emmeln fertigten zauberhaften Osterschmuck für ihre Schulfenster mit Motiven wie dem schwarzen Küken "Calimero" oder „Frühlingsboten“. Tradition ist das Osterbasteln auch in der Regionalen Schule mit Grundschule Proseken. „Tollpatschige Osterhasen“ malten die Kinder der Klasse 1c der Grundschule Gartenstraße in Hennef.

Die Osterwerkstätten der Valentin-Traudt-Schule Großalmerode, der Grund- und Mittelschule Langquaid, der Gemeinschaftsschule "Galileo" Jena-Winzerla, der Lindenschule Crimmitschau und der Lina-Sommer-Grundschule Jockgrim – Letztere war übrigens 2003 eine der ersten Ganztagsschulen in Rheinland-Pfalz – seien hier stellvertretend für viele andere genannt.

„Ein Himmel, eine Sonne, ein Mond, eine Welt“

Schüler und Lehrerin beim Basteln
© Britta Hüning

Auch Engagement zeigen Ganztagsschulen zu Ostern: So bemalten Schülerinnen und Schüler in der Löwenzahn-Grundschule Berlin-Neukölln ein riesiges Osterei unter dem Motto „Ein Himmel, eine Sonne, ein Mond, eine Welt“, das ab dem 27. März im Gutspark Britz ausgestellt wird. 500 bunte Osteiereier hängen an zwei Osterbäumen der Oste-Hamme-Schule in Gnarrenburg. Mit ihnen wollen die Schülerinnen und Schüler der „Schule mit Courage“ ein Zeichen setzen: „Ostereier gegen Dummheit – bunt statt braun“.

Die Schülerinnen und Schüler der Lobkowitz-Realschule in Neustadt an der Waldnaab gingen mit der Aktion „Vielfalt Leben“ durch die Fastenzeit und bereiteten sich auf Ostern mit dem Appell „Leben ist mehr! Leben will mehr! Leben ist divers!“ vor. Ergänzt wird das durch den eindrucksvollen Bericht über einen Besuch dreier syrischer Schulkinder  in der Schule.

Erlebnisferien und Freiräume zum Faulenzen

Schülerinnen und Schüler vor einem Insektenhotel
Oberschule Elstal Wustermark (Brandenburg) © Britta Hüning

Wichtig ist für viele Eltern die Ferienbetreuung in den Osterferien. Und viele engagieren sich dafür: Ganztagsschulen, Gemeinden, Verbände, Jugend- und Familienzentren, Sportvereine, Bibliotheken, Museen und Theater.

Das Osterferien-Programm der Stadt Lohmar auf dem Krewelshof sieht seit dem 19. März etliche Highlights für junge Besucher vor, von täglichen Knuddelstunden mit Esel und Kaninchen über Osterhasenmemory und Osterzopfbacken bis zur Großen Ostereiersuche am 27. und 28. März. Erlebnispädagogik, sportliche und musische Angebote, aber auch Freiräume zum „Faulenzen“ von 8 bis 16 Uhr verspricht die Ferienbetreuung in den OGS der Stadt Hamm, unter anderem in der Theodor-Heuss-Schule, der Kettelerschule und der Bodelschwinghschule.

Expeditionen in Wald und Flur, zum See oder auf den Bauernhof, Spaß in der Sporthalle und einen Apfel-/Kürbis-Tag sieht das Ferienprogramm der Grund- und Gemeinschaftsschule Stecknitz in Berkenthin-Krummesse vor. „Spiel, Spaß und Spannung“ verspricht die Initiative K.i.d.S beim Grundschulverbund Diepenbrock für die Ferienspiele. „Unvergessliche Ferienwochen, von einem motivierten und kompetenten Betreuungsteam geplant“, warten auf Osnabrücker Kinder in der FABI. Oster-Ferienspiele gibt es wieder im Senftenberger Kultur- und Freizeitzentrum „Pegasus“. Und durch München-Riem rollte in der ersten Ferienwoche sogar eine mobile Osterwerkstatt des Quax-Zentrums für Freizeit und Kulturelle Bildung.

Schülerin bei der Riesen-Ostereier-Malaktion der Löwenzahn-Schule (Grundschule)
Malen unter dem Motto „Ein Himmel, eine Sonne, ein Mond, eine Welt“© Löwenzahn-Schule (Grundschule)

Die Stadt Düsseldorf hält Osterüberraschungen für Kinder an verschiedenen Orten bereit, zum Beispiel "Zuckersüße Ostergrüße" der Puppenbühne Bauchkribbeln in der Bücherei Bilk oder das Ferienrätsel "Osterhase, Marienkäfer & Co" in der Stadtbücherei Oberkassel. Die Offene Museumswerkstatt "Hühnerlei" lädt KITA- und OGS-Gruppen ein, lebende Küken zu beobachten.

Ü-Eier und Eiertrudelei

Die Eiersuche gehört selbstverständlich auch zu Ostern. Auf dem Schulhofgelände der Geschwister-Scholl-Schule Geeste konnten die Fünft- und Sechstklässler „Mengen von Ü-Eiern“ suchen, die die Schülervertretung versteckt hatte. „War jemand nicht groß genug, wurde eine Räuberleiter gebildet, um an das Ei zu gelangen.“ Auch im Emmy-Noether-Gymnasium Erlangen organisierte die Schülervertretung die traditionelle Ostereiersuche für die 5. Klassen. Die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Schwanenberg in Erkelenz wiederum wurden hinter dem Sportplatz fündig, wo „der Osterhase“ seine Grüße hinterlassen hatte.

Ganztagsschulen im Landkreis Ostprignitz-Ruppin – zum Beispiel die Nadelbachgrundschule Heiligengrabe oder die Dr.-Wilhelm-Polthier-Oberschule in Wittstock – können sich auf die XXV. Offenen Zaatzker Eiertrudelmeisterschaften am Ostersonntag freuen. Gestartet wird auf zwei Bahnen in verschiedenen Altersklassen. Zugelassen sind nur selbst mitgebrachte Hühnereier! Das Startgeld für die Eiertrudelei beträgt 1 Euro – mit dem Geld will der Verein ein öffentliches Spielgerät für die Zaatzker Kinder anschaffen.

Osterode und Ostereistedt – nomen est omen?

Schüler betrachten ein Kaninchen
Oberschule Brand-Erbisdorf (Sachsen) © Oberschule Brand-Erbisdorf

Haben die Oberschule Osternburg in Oldenburg, die Osterholzschule in Kassel oder das Ganztagsgymnasium Osterburken eine besondere Nähe zum Osterfest? Leider nicht. Orte, die „Oster-“ im Namen tragen – ob Ostern, Osterhausen, Osterholz, Osterode, Ostercappeln oder gar Ostereistedt – haben dennoch nichts mit dem Fest zu tun.

„Oster“ heißt einfach nur „nach Osten liegend“ oder „östlich“, so der bekannte Onomastiker (Namensforscher) Prof. Dr. Jürgen Udolph. Eine germanische Frühlingsgöttin Ostara gehört ins Reich der Legenden. Die Osterinsel allerdings wurde tatsächlich – am 5. April 1722 – vom Niederländer Jakob Roggeveen an einem Ostersonntag entdeckt und deshalb so benannt.

Eine erfolgreiche und fröhliche Ostereiersuche
wünscht die Redaktion www.ganztagsschulen.org

Die Übernahme von Artikeln und Interviews - auch auszugsweise und/oder bei Nennung der Quelle - ist nur nach Zustimmung der Online-Redaktion erlaubt.
Wir bitten um folgende Zitierweise: Autor/in: Artikelüberschrift. Datum. In: http://www.ganztagsschulen.org/xxx. Datum des Zugriffs: 00.00.0000

 
(Ende des Inhalts [zu den inhaltlichen Zusatzinformationen Taste Z, zum Servicemenü Taste S, zum Menü Taste M])
 

(Beginn der inhaltlichen Zusatzinformationen [zum Inhalt Taste I, zum Servicemenü Taste S, zum Menü Taste M])
 
(Ende der inhaltlichen Zusatzinformationen)