Mehr als 60.000 Kinder an Grundschulen in Hamburg und Nordrhein-Westfalen nehmen an dem Projekt teil. Vor allem die Schülerinnen und Schüler, die zu Hause keinen Zugang zu Musik haben, sollen die Chance erhalten, ein Instrument zu erlernen. Die Daten des Projekts werden zentral in einem Datenpool gesammelt, der nach Abschluss der Studien allen Forscherinnen und Forschern zur Verfügung gestellt wird. So kann erstmals in einem Zeitraum über vier bis fünf Jahre die Wirkung der musikalischen Förderung untersucht werden: Wird beispielsweise die Hörleistung von Grundschulkindern durch Musik verändert? Kann Musik bei Lese- und Rechtschreibschwäche zu Verbesserungen führen? Erhöht das Musizieren das Konzentrationsvermögen?
"Die Forschungsprojekte liefern die wissenschaftliche Grundlagen für eine notwendige bildungspolitische Debatte in Deutschland über die Bedeutung von musikalischer Bildung für die Gesellschaft", sagte der parlamentarische Staatssekretär im Bildungsministerium, Thomas Rachel, zur Eröffnung der Tagung. "JeKi und die Forschung darüber dienen nicht zuletzt dem sozialen Zusammenhalt in unserem Land. Wir stärken ihn nicht abstrakt, sondern ganz konkret, indem wir jedem Kind die Chance geben, einen Zugang zur Musik zu finden." Darüber hinaus fördere das BMBF über JeKi auch wissenschaftliche Nachwuchskräfte, die sich im Rahmen der Projekte qualifizieren und für Promotionsstipendien bewerben können, betonte Rachel.
Weitere Informationen erhalten Sie unter jeki-forschung@uni-bielefeld.de