Immer mehr Jugendliche in Rheinland-Pfalz möchten ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in einer Ganztagschule leisten. Seit Beginn des Projektes vor vier Jahren haben sich rund 3000 Jugendliche für ein solches Engagement entschieden. Und die Zahl derer, die nach Abschluss des FSJ weiterhin im Ganztagsbetrieb mitwirken, steigt ebenfalls. Nach Auskunft des Bildungsministeriums in Mainz steht als erstes Ergebnis der derzeit laufenden Projektevaluation fest: Rund 30 Prozent der Jugendlichen bleiben der Ganztagsschule erhalten.
Bildungsministerin Doris Ahnen (SPD) bezeichnete das Freiwillige Soziale Jahr in Ganztagsschulen gegenüber www.ganztagsschulen.org als eine "klassische Win-Win-Situation". Die jungen Leute, die sich im FSJ engagierten, hätten zwar praktisch alle schon eine gewisse "pädagogische Ader" und oft auch das Talent zum Umgang mit Kindern, durch den Einsatz in der Praxis sammelten sie jedoch ganz konkrete Erfahrungen und könnten neue Kompetenzen in einer Schule erwerben. Ahnen strich zugleich den Nutzen und Gewinn für die Schulen heraus. "Sie profitieren von dem jugendlichen Elan, von frischen Ideen und erhalten durch den eher peer-group-orientierten Ansatz der FSJlerinnen und FSJler eine neue Qualität auf dem Feld der pädagogischen Unterstützung", bilanzierte sie.
Eine Vereinbarung des Landes mit den Trägern für das Freiwillige Soziale Jahr war der Startschuss für die Einbindung der jungen Menschen in die Ganztagsschularbeit. Im Schuljahr 2007/2008 traten knapp 150 Frauen und Männer dort ihr Engagement an. Aktuell im Schuljahr 2011/2012 sind es etwa 1000.
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