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Warendorf: CDU und FDP für Sekundarschule mit Ganztagsangebot

Die Einführung der Sekundarschule stellt die Basis des Schulfriedens dar, den die politischen Parteien im Juli geschlossen haben. Jetzt dürften auch in Warendorf die Weichen für die neue Schulform gestellt worden sein. In ihrer jüngsten Fraktionssitzung legten sich die Christdemokraten geschlossen auf die Sekundarschule, die in aller Regel als Ganztagsschule geführt wird, fest. In ihr sollen die städtische Realschule und die Hauptschule "Hinter den drei Brücken" zusammengefasst werden.

Sekundarschulen sollen in NRW insbesondere in ländlichen Gebieten eine Antwort auf den demographischen Wandel und die stark rückläufigen Anmeldezahlen an Hauptschulen geben. In den Klassen 5 und 6 wird gemeinschaftlich unterrichtet, ab Klasse sieben kann differenziert werden. Die neue Schulform bereitet Schülerinnen und Schüler sowohl auf eine berufliche Ausbildung als auch auf das Abitur vor. Da für sie aber keine Sekundarstufe II vorgesehen ist, müssen Kommunen mit anderen weiterführenden Schulen kooperieren, an denen Schülerinnen und Schüler die Hochschulreife erwerben können. Dafür bieten sich nach Einschätzung der CDU  sowohl die beiden Warendorfer Gymnasien als auch das Berufskolleg an.

Die Sekundarschule betrachten die Christdemokraten als wertvolle Ergänzung zum Gymnasium. Denn hier können die Jugendlichen das Abitur auch nach neun Jahren erlangen. "Sie ist ein weiteres optimales Schulangebot", betont die Fraktion. Und sie nennt einen weiteren Vorteil: "Anders als an einer möglichen Gesamtschule dürfen Warendorfer Schülerinnen und Schüler hier nicht abgewiesen werden."

Für eine Gesamtschule als Alternative zur bestehenden Haupt- und Realschule hatte sich in der Vergangenheit die Mehrheit der Warendorfer Schulleiter ausgesprochen. Ihre Einrichtung dürfte aber nach dem Votum der CDU-Fraktion vom Tisch sein. Denn CDU und FDP verfügen im Rat der Stadt über eine Mehrheit. Und auch die Freidemokraten haben sich kürzlich auf die Sekundarschule festgelegt.

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