Das Interesse von Jugendlichen an einem Freiwilligen Sozialen Jahr an Ganztagsschulen ist groß. Für das neue Schuljahr 2008/2009 liegen bereits rund 240 unterzeichnete oder noch zu unterzeichnende Verträge vor - 60 mehr als im Schuljahr 2007/2008.
"Die Schulen haben die Chancen erkannt, die sich durch den Einsatz der Jugendlichen bieten – eine neue Qualität in der pädagogischen Unterstützung, einen Motivationsschub bei den Schülerinnen und Schülern und die Erweiterung des Kompetenz- und Erfahrungsbereichs bei allen Jugendlichen, die sich im Freiwilligen Sozialen Jahr engagieren", sagte Doris Ahnen, Ministerin für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, bei einer Feierstunde des Kulturbüros Rheinland-Pfalz auf der Festung Ehrenbreitstein in Koblenz. Ahnen verlieh dort 30 Jugendlichen ein Zertifikat, deren Freiwilliges Soziales Jahr in Ganztagsschulen nun endete.
Ahnen verwies darauf, dass die Jugendlichen, die ihr Freiwilliges Soziales Jahr in Ganztagsschulen leisten, dort vielfältige Aufgaben übernehmen: Von der Aufsichtsführung bei der An- und Abfahrt der Schulbusse über die Essensausgabe bis hin zur Hausaufgabenbetreuung. "Immer stärker nutzen die Schulen die Möglichkeit, ihnen die Gestaltung pädagogischer Angebote zu übertragen, die sie selbstverantwortlich planen und umsetzen", erläuterte die Ministerin.
Vor allem Arbeitsgemeinschaften und Neigungsgruppen profitierten vom Engagement der Jugendlichen. Da gebe es beispielsweise in der Förderschule Mayen die Arbeitsgemeinschaft Internet-Führerschein, in der Grundschule Hamm die Hockey-AG und in der Dualen Oberschule Koblenz die AG Gesellschaftsspiele. "Diese Liste lässt sich fortsetzen und unterstreicht, wie wertvoll die Jugendlichen für die pädagogische Arbeit der Schulen sind", sagte Ahnen.