Die Staatsregierung will in den kommenden fünf Jahren auf Antrag der Kommunen die Ganztagsschulen bedarfsgerecht flächendeckend ausbauen. Im Mittelpunkt stehen dabei neben den Haupt- die Grund- und Förderschulen. "An den Hauptschulen ist der Bedarf am höchsten. Die Hauptschülerinnen und Hauptschüler müssen ihre Talente besser entwickeln können", so Kultusminister Siegfried Schneider.
Bereits im kommenden Schuljahr werden an über 330 Hauptschulstandorten rhythmisierte Ganztagszüge bestehen, ebenso an 40 Grundschulen und 30 Förderzentren. Bis zum Ende der kommenden Legislaturperiode will die Staatsregierung an rund 500 Grundschulen gebundene Ganztagszüge aufbauen, begonnen wird mit deren Ausbau ab dem Schuljahr 2009/2010.
"An Standorten, an denen keine gebundene Ganztagsklasse realisiert wird, wird es die erweiterte Mittagsbetreuung bis zum Nachmittag gegen 16 Uhr geben", betonte Minister Schneider. Bis zum Schuljahr 2012/2013 werden für Schüler der Jahrgangsstufen 5 und 6 an Realschulen und Gymnasien auch rhythmisierte Ganztagsklassen eingerichtet. Derzeit bestehen solche an zehn Realschulen und zwölf Gymnasien. In den höheren Jahrgangsstufen werden offene Ganztagsschulen ermöglicht.