21. APRIL 2008

Fortbildungsveranstaltung "Mitwirkung mit Wirkung - Partizipation von Jugendlichen in der Schule"

Partizipation ist nicht nur ein Element von guter Schule, sie ist der Mörtel, der alle Bausteine zusammenhält. Dabei wirkt die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen auf vielen Ebenen.

Auf der gesellschaftlichen Ebene als der wesentliche Erziehungs- und Bildungsauftrag eines demokratischen Gemeinwesens: Demokratie muss erlernt werden, je früher desto besser.

Im System Schule zur Verbesserung des Klimas und Erhöhung der Identifikation mit der Schule: Wer mit entscheidet, ist eher bereit die Folgen der Entscheidung zu übernehmen.

Auf der individuellen Ebene zur Förderung von sozialen und personalen Kompetenzen und Übernahme von Verantwortung: Eine eigene Meinung zu haben und sie mit anderen Beteiligten abzustimmen und umzusetzen, ist auch für Erwachsene oft schwierig.

Auf Unterricht bzw. Lernprozesse bezogen nach neuesten wissenschaftlichen Theorien als ein Schlüssel zu individuellem und zu nachhaltigem Lernen.

Sie sind in der Fortbildung genau richtig, wenn Sie z.B. ...
... mit Ihren Schülern ein Projekt planen und durchführen möchten und
methodisches Handwerkszeug benötigen,
... sich mehr Verantwortungsübernahme und Einmischung seitens der Schüler/innen
wünschen,
... mit Ihren Schülern etwas für das Klima in der Klasse oder Schule tun möchten
und nach dem geeigneten Instrument suchen,
... überlegen, wie Sie am besten einen Klassenrat in der Klasse fest verankern können,
... sich fragen, ob Beteiligungsverfahren so langwierig sein müssen und wie man sie befriedigender gestalten könnte,
...Ihre Schülern dabei unterstützen möchten, selbstständig zur Prävention von Gewalt und zum Lösen von Konflikten beizutragen,
...die Möglichkeiten der Schülermitwirkung überhaupt erst einmal kennen lernen
möchten,
...sich fragen, wie Sie die SV-Arbeit oder andere Schülergremien wirkungsvoll unterstützen können.

Die Fortbildung richtet sich an Lehrer sowie an pädagogische Fachkräfte und umfasst fünf Module à zwei Tage. Herzstück der im Herbst 2008 beginnenden Qualifizierung ist die konkrete Umsetzung eines Partizipationsvorhabens an der jeweiligen Schule der Teilnehmern.

Ziel ist es, die Beteiligungskultur für Jugendliche an der Schule deutlich auszubauen.

Modul 1: Grundlagen von Beteiligung Einstellungen, Haltungen und biografische Erfahrungen mit Beteiligung; Geschlechterdifferenz, kulturelle Differenz; Ziele von Beteiligung; Beteiligung als pädagogisches und demokratiepolitisches Prinzip; Beteiligung als Bestandteil von Schulprogrammen; Prüfsteine und Qualitätskriterien.

Modul 2: Initiierung und Unterstützung alltäglicher Beteiligung in der Schule Zukunftswerkstatt als Inhalt und Methode; Erarbeitung eigene Projektideen für die Durchführung von Beteiligungsprojekten; Projektmanagement I

Modul 3: Beteiligung in Einzelprojekten (Methodenseminar) Erarbeitung "kleiner" Beteiligungsmethoden; Ansätze zu Beteiligungsprojekten; Interessenkonflikte, Störungen; Projektmanagement II; Einstieg in die Kollegiale Beratung

Modul 4: Gremienbezogene Beteiligung in Schule; Rechtliche Grundlagen; Coaching von Schülergremien; Umgang mit Interessenkonflikten; Umgang mit Störungen; Kollegiale Beratung der eigenen Projekte

Modul 5: Netzwerkbildung innerhalb und außerhalb von Schule/ alternativ: offen für spezifische Teilnehmerinteressen Darstellung und Beratung der bisher entwickelten Projekte; Klärung weiterer Unterstützungsbedarfe

Durchführung der Qualifizierung: Für jede der beteiligten Schulen wird im Verlauf der Qualifizierung mindestens ein Beteiligungsprojekt mit Schülern entwickelt, durchgeführt und dokumentiert. Die Teamer stehen hierfür beratend zur Verfügung. Die Verstetigung der Projekte an den Schulen kann durch Praxisbegleiter unterstützt werden. Nach Abschluss der Fortbildung erhalten die Teilnehmer ein Zertifikat. Es ist geplant, die Ergebnisse der Qualifizierung und der durchgeführten Beteiligungsvorhaben zu veröffentlichen.

Termine der Qualifizierungsreihe (jeweils Freitag/ Samstag):

1. Modul: 19./20. September 08
2. Modul: 21./22. November 08
3. Modul: 23./24. Januar 09
4. Modul: 14./15. März 09
5. Modul: 24./25. April 09

KOSTEN:
Mit der Anmeldung zahlt jede Schule € 200,- pro teilnehmende Person aus ihrem Fortbildungsetat. Zusätzlich sind von den Teilnehmern jeweils ein Eigenanteil von € 50,- für Verpflegung zu leisten. Die Schulen können bis zum 30. Mai Lehrkräfte und (sozial)pädagogische Fachkräfte für die Teilnahme an der Qualifizierung namentlich anmelden. Eine Teilnahme von zwei bis drei Personen pro Schule ist im Sinne einer Verstetigung der Beteiligungsprojekte ausdrücklich erwünscht.

Weitere Informationen:

Fortbildungsservice
Birgit Schröder Astrid Mangold
T.: 361 - 14401 Tel. 361-18197
Fax: 361 - 16146 Fax: 361 - 16146
bschroeder@lis.bremen.de amangold@lis.bremen.de

Die Qualifizierung wird in Kooperation von LIS, Lidice Haus und der Serviceagentur "Ganztägig Lernen" Bremen und BLK Modellversuch Lernen für den Ganztag durchgeführt.

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