8. JANUAR 2008

NRW-Schulministerin Sommer will Ganztagsunterricht an Gymnasien

Die nordrhein-westfälische Schulministerin Barbara Sommer will auch bei Gymnasien verstärkt den Ganztagsunterricht ermöglichen. "Mein Wunsch ist, überall dort, wo der Elternwille da ist, Ganztagssysteme zu schaffen", sagte Sommer in einem Interview mit der in Essen erscheinenden "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung".

"Das ist pädagogisch sinnvoll. Ich sehe aber auch die Notwendigkeit für die Eltern, deren Kinder vier Jahre lang an einer Ganztagsgrundschule unterrichtet wurden. Sie benötigen eine entsprechende Anschlussbetreuung, um Beruf und Familie weiter miteinander vereinbaren zu können." Sommer hatte sich bisher auf den Ausbau von Hauptschulen zu Ganztagsschulen konzentriert. Die Verkürzung der Gymnasialschulzeit von neun auf acht Jahre hat jedoch zu umfangreicheren Stundenplänen und damit zu Nachmittagsunterricht für Schüler der Klassen fünf bis sieben auf dem Weg zum Abitur geführt - ohne längere Pausen, ohne Mittagessen.

Da allein schon aus Kostengründen nicht alle Gymnasien auf einen Schlag auf Ganztagsbetrieb umstellen können, schweben Sommer Varianten vor: "Vielleicht bieten manche Schulen nur einen Zweig an oder Ganztag nur für einige Jahrgangsstufen." Nicht jede Schule müsse deshalb gleich Köche einstellen: "Es gibt auch Catering-Kost, die gesund ist und schmeckt.

Themenmappe