Nach Auffassung der saarländischen Landeselterninitiative für Bildung muss Erziehung in der Schule gleichwertig neben ihrer Aufgabe der Wissensvermittlung und der Sicherung des Kindeswohls durch die Kinder- und Jugendhilfe der Landkreise stehen.
Eltern sei klar, dass Disziplin- und Respektlosigkeit, Aggressivität und Gewalt eine ganz bestimmte Variante der Folge von verunsicherten Beziehungen mit einem unausgewogenen Realisieren von Anerkennung, Anregung und Anleitung in der Erziehung sind.
Die Eltern sehen bei aller Selbstkritik in einem flächendeckenden Angebot an Schule über den ganzen Tag, wie sie die meisten Länder in der EU und der OECD besitzen, einen wesentlichen Beitrag dazu, dass prekäre außerschulische Bedingungen sowie individuelle Leistungsunterschiede ausgeglichen werden können. Echte Ganztagsschulen seien deshalb auch ein Beitrag zu mehr Gerechtigkeit und Chancengleichheit.
"Dabei geht es uns nicht um die bloße Ausdehnung des heute geläufigen Unterrichts von sechs auf acht Stunden, sondern um verändertes Lernen. Um die Wandelung der Schule als Anstalt konzentrierter Belehrung in eine Schule als geordneten Lebens- und Erfahrungsraum. Lernen kann dort zur 'Vorfreude auf sich selbst werden', ist besser rhythmisiert, die gemeinsame Lernzeit wird höher", so die Eltern.
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