64/2004 BERLIN, 25.03.2004

Bulmahn: "Reform-Programm 'Zukunft Bildung' zeigt deutliche Erfolge"

Schon jetzt machen 900 Schulen in ganz Deutschland mit
Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn hat eine positive erste Bilanz zum Reform-Programm der Bundesregierung "Zukunft Bildung" gezogen. "Wir haben mit dem Aus- und Aufbau von Ganztagsschulen wichtige Prioritäten gesetzt und die Weichen für die Zukunft gestellt", sagte Bulmahn am Donnerstag in Berlin. "Mit der großen Bildungsreform bringen wir Deutschland wieder an die Spitze der Bildungssysteme in der Welt." Der noch in der PISA-Studie festgestellte dramatische Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg werde schrittweise abgebaut.

Die Bundesregierung stelle den Ländern bis einschließlich 2007 Investitionsmittel in Höhe von vier Milliarden Euro für den Ausbau von Ganztagsschulen zur Verfügung. Bisher seien rund 300 Millionen Euro für fast 900 Schulen beantragt worden. "Bereits im Herbst wird es die erste große Ausbauwelle in Deutschland geben", sagte Bulmahn. Schon im kommenden Schuljahr würden nach Auskunft der Länder mehrere tausend neuer Ganztagsschulangebote in allen Regionen Deutschlands zur Verfügung stehen. Es gebe eine Abstimmung mit den Füßen: "Eltern und Lehrer wollen die Ganztagsschule für die Kinder."

Zentrales Ziel des Ganztagsschulprogramms sei eine neue Lern- und Lehrkultur. "Wir brauchen eine bessere individuelle Förderung der Schülerinnen und Schülern und mehr soziales Lernen." Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützte die Länder auch bei der inhaltlichen Gestaltung der neuen Ganztagsschulangebote und durch Begleitforschung.

Bulmahn wies auf die jüngst erzielte Einigung zwischen Bund und Ländern für eine regelmäßige Bildungs-berichterstattung hin. Unabhängige Wissenschaftler werden demnach zum ersten Mal im Jahr 2006 einen auf Indikatoren gestützten Bildungsbericht vorlegen. Der Bericht solle alle Bereiche der Bildung vom Kindergarten bis zur Erwachsenenbildung umfassen. "Die Ergebnisse werden uns gemeinsam zeigen, ob die ersten Schritte auf dem Weg zur großen Bildungsreform greifen und erfolgreich sind."

Ein wichtiger Maßstab für die Berichterstattung werde mit den Bildungsstandards geschaffen. "Die im Auftrag des BMBF von Professor Eckhard Klieme vorgelegte Expertise hat die Grundlage zur Entwicklung nationaler Bildungs-
standards gelegt und damit die Länder in ihren Aktivitäten unterstützt." Sie werde die Länder auch in Zukunft bei der wichtigen Aufgabe der Entwicklung, Implementierung und Evaluierung von Bildungsstandards begleiten.

"All dies zeigt: Die Agenda 2010 ist in den Schulen angekommen. Sie bringt für die Eltern und für viele Schülerinnen und Schüler schon heute spürbare Verbesserungen." Bulmahn versicherte:  "Wir werden den eingeschlagenen Weg zur großen Bildungsreform konsequent weiter gehen."

Schmuckbild Lehrer vor Tafel

Themenmappe