14/2004 BERLIN, 28.01.2004

Bulmahn: "Mit dem bundesweiten Aufbau von Ganztagsschulen haben wir den richtigen Prozess eingeleitet"

Ländervergleich IGLU-Studie
Zum heute veröffentlichten Vergleich einiger Länder im Rahmen der IGLU-Studie erklärte die Bundesministerin für Bildung und Forschung Edelgard Bulmahn heute in Berlin: "Der Vergleich zwischen einigen Ländern führt uns abermals die Defizite unseres Schulsystems vor Augen. Wir müssen jetzt aber nach vorne schauen und mit großen Reformanstrengungen unser Bildungssystem entscheidend verbessern. In allen Ländern Deutschlands gibt es eine Menge zu tun. Kein Land kann sich zurücklehnen."


Die Ministerin weiter: "Der alarmierenste Befund ist die Tatsache, dass fast die Hälfte aller Schülerinnen und Schüler nach der vierten Klasse falsche Schulempfehlungen erhalten. Das ist unverantwortlich. Wir verbauen Kindern damit die Chance auf ihre Zukunft und verschenken Bildungsreserven, die wir für unsere Gesellschaft dringend benötigen.

Die Studie macht deutlich, dass die Bundesregierung mit dem bundesweiten Aufbau von Ganztagsschulen den richtigen Prozess eingeleitet hat. Kinder in Deutschland haben weniger Unterricht als Kinder in den ausländischen Vergleichsstaaten. Uns gelingt es in Deutschland nicht, Kinder durch einen differenzierten Unterricht hinreichend individuell zu fördern und in ihren Begabungen zu stärken.

Die Bundesregierung hat gehandelt und engagiert sich aus diesem Grund in den nächsten Jahren für den bundesweiten Aufbau von Ganztagsschulen. Ich kann den Ländern nur dringend empfehlen dieses Angebot schnell anzunehmen und eigene Reformanstrengungen in der Schulpolitik zu unternehmen.

Obwohl die Schulpolitik reine Ländersache ist, haben alle Politiker aus Bund und Ländern die gesellschaftliche Verantwortung, unser Schulsystem in den nächsten Jahren an die internationale Spitze zu bringen."

Schmuckbild Lehrer vor Tafel

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