Hauptschule Kellinghusen

Struktur- und Organisationsmerkmale

Pädagogische Gestaltungsformen

Struktur- und Organisationsmerkmale

Träger

Schulverband der Stadt Kellinghusen und 14 weiterer Umlandgemeinden

Schulgröße

360 Schüler/innen, davon 40 % über täglich organisierten Bustransfer aus Umlandgemeinden

Zeitkonzept

  • Der Ganztagsbetrieb besteht in einer offenen Organisationsform mit einer Dreiteilung des Ganztags an vier Tagen.
  • Tägliche Unterrichtszeiten von 7.55 bis 13.15 Uhr, Mittagspause montags bis donnerstags von 13.15 - 14.00 Uhr. Der Nachmittagsbereich Montags bis Donnerstags wird von 14.00 bis 15.30 Uhr von vier verschiedenen parallelen freiwilligen AG-Angeboten abgedeckt, von denen mindestens eines durch eine Lehrkraft geleitet wird.
  • Die Jahrgangsstufen 8 und 9 sind im Vormittagsunterricht 2 Wahlpflichtkurse (je 2 WS) mit berufsvorbereitenden Inhalt obligatorisch.

Raumorganisation

  • Alle Räume können für den Ganztag uneingeschränkt von der Schule bis jeweils 16.00 Uhr täglich benutzt werden.
  • Naturwissenschaftlichen Fachräume, Kreativfachräume (Kunst/ textiles Werken), Technikfachraum und Informatik-Fachraum mit 21 Arbeitsplätzen samt Internetzugang.
  • Fotolabor und Lehrküche sowie Sporthallen werden zusammen mit einer Realschule nach Absprache benutzt, Bühnennutzung im Schulzentrum nur im Nachmittagsangebot.
  • Eine schuleigene Cafeteria steht allen Schüler/innen vor dem Unterricht, in allen Pausen und in der Mittagspause bis 14.00 Uhr zur Verfügung, auch mit der Möglichkeit, an vier Tagen dort eine warme Mahlzeit in der Mittagspause einzunehmen.
  • Der Schulhof wird für Freiluftveranstaltungen und AGs auch im Nachmittagsangebot genutzt.

Personalorganisation und Qualifizierung des Personals

  • Die Nachmittags-Arbeitsgemeinschaften werden von verschiedenen Personen geleitet, mindestens täglich eines durch eine Lehrkraft.
  • Der AG-Bereich findet in Kooperation mit dem Jugendaufbauwerk und der Volkshochschule statt, die auch zu den betreffenden AGs die Leitung stellen.
  • Im Hinblick auf die Qualifizierung des Personals regt die Schule eine spezielle Fortbildungsmaßnahme für außerschulische AG-Leiter an, da die z.T. schlechten Erfahrungen mit ungeschulten externen Personal zur Auflösung von AG-Angeboten führten (spezielles Beispiel Fußball-AG). Die Schule versucht hier eigenständig eine Beratungsmöglichkeit vor und während der AG-Kurse ihren externen AG-Leitern zu geben.

Zielprogrammatik

In der Zielprogrammatik des Ganztags verfolgt die Schule verschiedene Ziele: Zum einen soll durch die Nachmittagsangebote das Schulleben attraktiver gestaltet werden, so dass eine positive Resonanz auf die unterrichtliche Vormittagsarbeit einwirkt. Zum anderen sollen die Schülerpersönlichkeiten durch Erfolgserlebnisse im außerunterrichtlichen Bereich gestärkt und kognitive Schwächen ausgeglichen werden. Als weitere Ziele werden genannt:

  • Förderung des aktiven Freizeitverhaltens; Schule als Entfaltungsort und Ort der Geborgenheit den Schüler/innen vermitteln,
  • Leistungsfähigkeit und soziale Kompetenz steigern (u.a. geleitete Hausaufgabenbetreuung) über Gemeinschaft und kleine Lerngruppen, Unterstützung der Familien und die Vernetzung der Schule in die Region.

Pädagogische Gestaltungsformen

Förderung und Lernchancen

Besondere Berücksichtigung findet die Förderung von Schüler/innen mit besonderen Bedürfnissen (u.a. Legasthenie, Deutschunterricht für Schüler/innen mit nichtdeutscher Muttersprache und berufliche Orientierung). Einen wesentlichen Teil der berufsbezogenen Lernmöglichkeiten nehmen Praktika zur beruflichen Orientierung ein, die in den Jahrgangsstufen 7 - 9 obligatorisch sind (Werkstatt-Tage, Betriebspraktika, Tagespraktika). Des weiteren werden auch fachspezifische Fördermaßnahmen gestaltet (z.B. Hausaufgabenbetreuung, Vorbereitung auf Abschlussarbeiten und Förderkurs Englisch für leistungsschwache Schüler/innen).

Unterricht und Lernkultur

Der Unterricht und die Lernkultur der Schule basiert auf einem Klima des Teamgeistes in Form von verschiedenen Sozial- und Interaktionsformen mit gegenseitiger Anerkennung, Achtung und Wertschätzung, fächerübergreifendem Unterricht und Klassen- und Jahrgangsprojekten.

Gemeinschaft und soziales Lernen

Besonderen Stellenwert im Bereich des sozialen Lernens und der Gemeinschaft hat die AG-Arbeit im Nachmittagsangebot der Schule. Hier wird das soziale Lernen durch die begrenzte Teilnehmerzahl von höchstens 15 Schüler/innen pro AG in den Vordergrund gestellt, u.a. auch in der möglichen übertragenen selbstständigen Schülerleitung einer AG.

Partizipation

Die Partizipation am Ganztag von Schüler/innen und Eltern ist ein wesentlicher Bestandteil der Akzeptanz und der Attraktivität des Nachmittagsangebots der Hauptschule Kellinghusen. Schüler- und Elternbefragungen bilden die Grundlage der Schwerpunkte des Angebots. Sowohl SV, LK, Eltern als auch die SK bringen Gestaltungsvorschläge ein. Angebote, die eine erzieherische Notwendigkeit voraussetzen (z.B. Suchtprävention) werden von der Schule dabei besonders beachtet.

Öffnung der Schule

Die Schule hat als Kooperationspartner Jugendaufbauwerk, Volkshochschule, Vereine und Institutionen (hier Altenheim) sowie in Zukunft auch vermehrt ehrenamtliche Helfer.

Freizeit

Als grundlegendes Gestaltungsmerkmal des Ganztagsangebots wird die sinnvolle Freizeitgestaltung genannt. Außerunterrichtliche AG-Angebote bieten den Schüler/innen Freizeitthemen wie z.B. Mofa-Führerschein, Breakdance, Programmierung von Computerspielen.

 

Junge auf Schulhof

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