Georg-Christoph- Lichtenberg- Gesamtschule, Göttingen
Struktur- und Organisationsmerkmale
Pädagogische Gestaltungsformen
Struktur- und Organisationsmerkmale
Träger
Stadt Göttingen
Schulgröße
Keine genaue Angabe
Zeitkonzept
- Der Ganztagsbetrieb besteht in einer teilweise gebundenen Organisationsform mit zeitlicher Begrenzung auf drei bzw. vier Tagen Präsenz von 07.50 bis 15.35 Uhr je nach Jahrgangsstufe.
- In der Zeit von 07.30 bis 07.50 Uhr beginnt der Unterricht mit offenem Anfang. Die Vormittagszeiten sind in 90 Minutenblöcken mit jeweils einer Pausenzeit von 15 Minuten gegliedert. Ab 12.00 Uhr besteht die Möglichkeit einer warmen Mittagsmahlzeit. Der Nachmittagsbereich wird durch eine Mittagsfreizeit von 20 Minuten unterbrochen.
Raumorganisation
- Jeder Jahrgang der Sekundarstufe I hat einen abgeschlossenen Teil des Gebäudes für sich. In diesen Jahrgangsteilen befinden sich neben den Klassenräumen auch jeweils ein Lehrerzimmer, ein Computerraum, teilweise Differenzierungsräume, Freiflächen für Gruppenarbeiten und Präsentationen. Jede/r Schüler/in lebt und arbeitet dort mit seinen Lehrkräften zusammen. Die Sekundarstufe II hat auch einen eigenen Hausbereich.
- Für den Ganztagsbereich stehen u.a. Cafeterien für die Sek. I und II, eine Teestube, Musikübungsboxen, ein Streitschlichterraum, eine Tonwerkstatt, eine Mensa mit eigener Küche sowie eine Autowerkstatt zur Verfügung.
Personalorganisation und Qualifizierung des Personals
- Der Ganztagsbereich wird von 140 Lehrkräften, die in autonomen Jahrgangsteams organisiert sind, vier Sonderpädagog/innen und sieben Sozialpädagog/innen, einem Werkstattmeister und Mensapersonal durchgeführt. Die Hausmeister sind Teil des pädagogischen Konzeptes und werden in den Erziehungsprozess integriert.
- Weitere personalorganisatorische Merkmale der Schule sind u.a. eine kollegiale Schulleitung, Pädagogisch-didaktische-Konferenzen, 14-tägige Jahrgangskonferenzen und wöchentliche Personalrat-Sitzungen.
- Das Kollegium arbeitet nach einem schriftlich ausgearbeiteten pädagogischen Ganztagskonzept, das im Schulprogramm verankert ist und kontinuierlich evaluiert wird. Zur Verbesserung der Qualität von Schule werden interne Fortbildungsveranstaltungen durchgeführt. Junge Kollegen werden durch IGS-erfahrene Kollegen im Berufsalltag begleitet.
Zielprogrammatik
Die Schule gestaltet einen Lebens- und Arbeitsraum für Erwachsene und Kinder. Den Schüler/innen wird ein breites Lernfeld geboten, so dass alle ein Tätigkeitsfeld für sich entdecken können, in dem sie erfolgreich sind sowie Selbstbewusstsein und soziale Kompetenzen entwickeln. Die Schüler/innen sollen zum Selbstlernen aufgefordert werden, Lehrkräfte übernehmen dabei zunehmend die Rolle eines Coaches und die Verantwortung für die Lernenden. Sie begleiten sie sechs Jahre und sind u.a. für das soziale Lernen und die Einbeziehung der Eltern in den Lern- und Erziehungsprozess verantwortlich. Der Ganztagsbereich ist Bestandteil des Schulkonzepts und wird nicht nur als Freizeitsektor gesehen. Schüler/innen sollen Erfahrungen über den klassischen Unterricht hinaus machen. Zudem bietet die Schule vier Integrationsklassen, für die Unterrichtung der Lernenden mit sonderpädagogischem Förderbedarf.
Pädagogische Gestaltungsformen
Förderung und Lernchancen
Leistungsschwache Schüler/innen werden in vielfältigen Angeboten aus allen Bereichen gefördert, damit sie ihre Stärken finden können und Selbstsicherheit entwickeln. Durch das Mischen von Arbeitsgruppen werden leistungsstarke Schüler/innen mehr gefordert und angehalten, Verantwortung für leistungsschwächere Mitschüler/innen zu übernehmen. Sie sollen als Erklärende selbst das eigene Wissen festigen. Arbeits- und Übungsstunden ersetzen weitgehend die Hausaufgaben und werden durch die unterrichtenden Lehrer betreut.
Unterricht und Lernkultur
Die Schüler sollen zum Selberlernen angeregt werden, eine Lerninszenierung ist erst dann erfolgreich, wenn sich der Lehrer überflüssig macht. Der Unterricht soll die Teamkompetenz der Schüler/innen erhöhen und die Lernkultur innerhalb einer Gruppe festigen. Durch den Wahlbereich, Clubbereich und die variablen Pausenzeiten können Projekte durchgeführt werden, die über den klassischen Unterricht hinaus gehen, so dass die Schüler/innen über ein breites methodisches Wissen verfügen und ihre Lernergebnisse selbstständig präsentieren können. Das erlernte Wissen kann dann in praxisnahen Projekten, wie z.B. in der Schülerfirma, angewendet werden.
Gemeinschaft und soziales Lernen
Das soziale Lernen erstreckt sich über die Unterrichtsphasen hinaus auf den gesamten Ganztag. Lehrer/innen, Schüler/innen und Eltern arbeiten und lernen gemeinsam im Team. Schüler/innen lernen gemeinsam in heterogenen Tischgruppen. Durch Freizeitangebote wird das soziale Lernen auch auf andere nicht-unterrichtliche Bereiche ausgeweitet. Alle Schüler/innen und Eltern einer Tischgruppe treffen sich zweimal pro Halbjahr mit den Tutoren des Jahrgangsteams bei jeweils einem Mitglied der Tischgruppe zu Hause um die Prozesse der Schule und gemeinsame Strategien zu besprechen.
Partizipation
- Einbezug der Eltern und Schüler in Entscheidungsprozesse der Schule, u.a. Mitbestimmung in der Gestaltung des Ganztagsbereichs, der Essensplanung und des Außengeländes.
- Schüler/innen werden zu Streitschlichtern ausgebildet.
- Kollegiale Schulleitung und Teamleitungen
Öffnung der Schule
- Verbindliche Kooperation mit verschiedenen Organisationen und Betrieben, wie z.B. Stadtbibliothek, Zeisswerke Göttingen, Deutscher Tonkünstlerverband, Sportvereine, Fachhochschule und einige Fakultäten der Universität Göttingen.
- Der schuleigene Zirkus im Ganztag hat Gastspiele in Deutschland und Schweden.
- Firmenbindung durch Betriebspraktika der Schüler/innen.
Freizeit
---keine genauen Angaben---