Grundschule Borchshöhe, Bremen

Struktur- und Organisationsmerkmale

Pädagogische Gestaltungsformen

Struktur- und Organisationsmerkmale

Träger

Senator für Bildung und Wissenschaft in Bremen

Schulgröße

200 Schüler/innen

Zeitkonzept

  • Der Ganztagsbetrieb besteht in einer teilweise gebundenen Organisationsform als Kombination einer Kernzeit in gebundener Form und einem Ganztagsangebot für alle Schüler/innen mit Präsenzpflicht an vier Tagen, montags bis donnerstags von 8.00 bis 15.00 Uhr, freitags bis 14.00 Uhr. Danach besteht täglich ein offenes Angebot bis 16.00 Uhr. Das Mittagessen ist für alle obligatorisch.
  • Unterrichts- und Lernphasen wechseln sich über den Tag mit Entspannungsphasen (Angeboten) ab. Auflösung der 45-Minuten Lerneinheiten.

Raumorganisation

  • Die Schule ist baulich in kleine Lernhäuser unterteilt, in dem jeweils 75 Schüler/innen der Jahrgänge 1-3 untergebracht sind. Spezielle Schwerpunktbereiche wurden an den verschiedenen Positionen des Lernhauses eingerichtet (z. B. Mathematik-/ Deutschbereich)
  • Eine Aula und eine Sporthalle sowie eine schuleigene Mensa stehen allen Schüler/innen zur Verfügung.
  • Für das pädagogische Personal wurde ein gesonderter Arbeitsbereich mit Hinblick auf die 35-Stunden Präsenzzeit in der Schule geschaffen

Personalorganisation und Qualifizierung des Personals

  • 12 Grundschullehrerinnen, zwei Sonderpädagoginnen, eine Referendarin, fünf Betreuerinnen (verlässliche Grundschule) und ein Türkischlehrer.
  • Präsenzzeit von 35 Stunden /Woche für Lehrkräfte in Vollzeitanstellung.
  • Anteilige Präsenzzeit für anderes pädagogisches Personal.
  • Teamarbeitsstrukturen von unterrichtendem und nichtunterrichtendem Personal in sogenannten Hausteams mit festen Planungs- und Kooperationszeiten.
  • Autonome Gestaltung des Schülerzeiten unter Berücksichtigung der gemeinsamen Basiszeiten (Sportzeiten, Essenszeiten).
  • Grundsätzlich muss die Bereitschaft zur Teamarbeit im gesamten Personalbestand gegeben sein. Um den Aufbau von Lernhäusern zu verwirklichen, nimmt das Personal am Programm der Robert-Bosch-Stiftung "Lehrer im Team -QE an der Schule" teil.

Zielprogrammatik

Die Zielprogrammatik des Ganztags beinhaltet, das große Haus Schule in kleine Lernhäuser von gemischten Jahrgangsgruppen zu errichten, in denen Lehrkräfte und weiteres pädagogisches Personal in verantwortlichen Häuserteams zusammenarbeiten. Es soll eine Mentoren-Klassenlehrerfunktion entwickelt werden, in der Zuständigkeits- und Verantwortungsbereiche festgelegt werden. Ein weiteres Hauptmerkmal liegt in der Rhythmisierung des Tagesablaufs in Zeiten von Spannung und Entspannung sowie in der Auflösung von Klassen- und Gruppenstrukturen als Lernumgebung.
Im Lernbereich wird an einer prozessorientierte Beurteilungspraxis gearbeitet, die sich an Kompetenzstufen orientiert und eine sachliche Information der Lern- und Leistungsentwicklung gibt. Die Lehr- und Lernkultur der Schule soll sich am Kind orientieren und vom "Positiven" ausgehen.
Zum Schulanfang erfolgt die An- und Einbindung der "Fünfjährigen" in das große Haus Schule, um den fließenden Übergang und eine flexible Einschulung im Laufe eines Schuljahres am Entwicklungsstand des Kindes orientiert zu ermöglichen.

Pädagogische Gestaltungsformen

Förderung und Lernchancen

Die jahrgangsübergreifende Lernkultur in Verbindung mit einer Rhythmisierung des Schultages dient den Schüler/innen zur Förderung der individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten, die in einem individuell abgestimmten Arbeits- und Angebotsprogramm umgesetzt werden können. Die Entzerrung des Tagesrhythmus durch Spannungs- und Erholungsphasen und die Angebotsvielfalt geben den Schüler/innen vielfältige Lernchancen - besonders unter Berücksichtigung von lernpsychologischen Grundlagen des Schultages.

Unterricht und Lernkultur

Ein Unterricht im herkömmlichen Sinne findet nicht mehr statt. Es besteht ein selbstständiges, individuelles, verantwortungsvolles und zielorientiertes Lernen, das unter der Anleitung und Hilfestellung von Mentoren und pädagogischem Personal innerhalb der Lernhäuser ausgeführt wird. Jede/r Schüler/in legt mit Hilfe eines Mentors seine Ziele und das Wochenarbeitsprogramm fest und reflektiert dieses.
Die Hauptrolle der Lehrkraft ist die des Anleiters und Beraters. Zudem begleitet eine grundlegende Entwicklungsdokumentation die individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten der Schüler/innen aufzeigt und verfolgt

Gemeinschaft und soziales Lernen

Durch die Jahrgangsmischung und die dadurch entstehende Heterogenität hinsichtlich des Entwicklungsalters ist von Beginn an eine familienähnliche Gemeinschaft gegeben. Dadurch finden Gemeinschaft und soziales lernen auf fast allen Ebenen des Schulalltags statt. Besonders wird die hier die Bedeutung des gemeinsamen Mittagessens angesehen.

Partizipation

---keine genauen Angaben---

Öffnung der Schule

Kooperation und Zusammenarbeit mit Sportvereinen und einer benachbarten KTH.

Freizeit

Durch den rhythmisierten Tagesablauf sind die Freizeitbereiche in den Tag eingebunden. Es gibt eine Angebotspalette, die über den gesamten Tag verteilt ist:

  • Bewegungs- und Entspannungsangebote (Sportspiele , Mannschaftsspiele, Phantasiereisen)
  • Gestaltungsangebote (Bastelarbeiten, Kunstprojekte)
  • Musikalische Angebote (Chor, Instrumentalgruppen)
  • Freie Spiel- und Ruhephasen

 

Junge auf Schulhof

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