Struktur- und Organisationsmerkmale
Pädagogische Gestaltungsformen
Senator für Bildung und Wissenschaft in Bremen
200 Schüler/innen
Die Zielprogrammatik des Ganztags beinhaltet, das große Haus Schule in kleine Lernhäuser von gemischten Jahrgangsgruppen zu errichten, in denen Lehrkräfte und weiteres pädagogisches Personal in verantwortlichen Häuserteams zusammenarbeiten. Es soll eine Mentoren-Klassenlehrerfunktion entwickelt werden, in der Zuständigkeits- und Verantwortungsbereiche festgelegt werden. Ein weiteres Hauptmerkmal liegt in der Rhythmisierung des Tagesablaufs in Zeiten von Spannung und Entspannung sowie in der Auflösung von Klassen- und Gruppenstrukturen als Lernumgebung.
Im Lernbereich wird an einer prozessorientierte Beurteilungspraxis gearbeitet, die sich an Kompetenzstufen orientiert und eine sachliche Information der Lern- und Leistungsentwicklung gibt. Die Lehr- und Lernkultur der Schule soll sich am Kind orientieren und vom "Positiven" ausgehen.
Zum Schulanfang erfolgt die An- und Einbindung der "Fünfjährigen" in das große Haus Schule, um den fließenden Übergang und eine flexible Einschulung im Laufe eines Schuljahres am Entwicklungsstand des Kindes orientiert zu ermöglichen.
Die jahrgangsübergreifende Lernkultur in Verbindung mit einer Rhythmisierung des Schultages dient den Schüler/innen zur Förderung der individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten, die in einem individuell abgestimmten Arbeits- und Angebotsprogramm umgesetzt werden können. Die Entzerrung des Tagesrhythmus durch Spannungs- und Erholungsphasen und die Angebotsvielfalt geben den Schüler/innen vielfältige Lernchancen - besonders unter Berücksichtigung von lernpsychologischen Grundlagen des Schultages.
Ein Unterricht im herkömmlichen Sinne findet nicht mehr statt. Es besteht ein selbstständiges, individuelles, verantwortungsvolles und zielorientiertes Lernen, das unter der Anleitung und Hilfestellung von Mentoren und pädagogischem Personal innerhalb der Lernhäuser ausgeführt wird. Jede/r Schüler/in legt mit Hilfe eines Mentors seine Ziele und das Wochenarbeitsprogramm fest und reflektiert dieses.
Die Hauptrolle der Lehrkraft ist die des Anleiters und Beraters. Zudem begleitet eine grundlegende Entwicklungsdokumentation die individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten der Schüler/innen aufzeigt und verfolgt
Durch die Jahrgangsmischung und die dadurch entstehende Heterogenität hinsichtlich des Entwicklungsalters ist von Beginn an eine familienähnliche Gemeinschaft gegeben. Dadurch finden Gemeinschaft und soziales lernen auf fast allen Ebenen des Schulalltags statt. Besonders wird die hier die Bedeutung des gemeinsamen Mittagessens angesehen.
---keine genauen Angaben---
Durch den rhythmisierten Tagesablauf sind die Freizeitbereiche in den Tag eingebunden. Es gibt eine Angebotspalette, die über den gesamten Tag verteilt ist:
