Altersgruppe 1 (Klassen 1-4):
Goetheschule Wiesbaden, Klasse 1b, Bildercollage
Die Erstklässler zeichneten und malten ihre Wünsche und Ideen zur Ganztagsschule und stellten eine Collage zusammen. Als äußere Form wählten sie den Umriss eines Schulgebäudes, das der Goetheschule in Wiesbaden ähnelt. Unter anderem wünschten sich die Schülerinnen und Schüler ein gemeinsames Mittagessen, eine Schuldisco, einen Schulzoo, Werkunterricht, gemeinsames Musizieren, Verkleidungsspiele und die Gelegenheit zu einem Nickerchen.
Katholische Grundschule Hennef, Klasse 1a, Bilderbuch
Jedes Kind gestaltete eine Seite des Bilderbuchs. Die Grundidee lautet: "Die Türen unserer Schule stehen offen für Kinder, Lehrer und ihre Ideen". Um das zu zeigen, integrierten die Erstklässler in ihre Zeichnungen das farbige Bild eines Hauses, das in der Mitte wie ein Tor geöffnet werden kann. Hinter den Klapptüren verbergen sich Texte mit Kinderwünschen: "Ich wünsche mir eine Reiter-Gruppe. Meine Traumschule hat einen Reitstall. (Jasmin)" oder "Ich wünsche mir ein Schwimmbad in der Schule. (Helena)". Um die Bilder der Schule herum zeichneten und malten die Erstklässler ihre Vorstellungen.
Grundschule Isenstedt, Espelkamp, Computer-AG der 4. Klasse, Leporello
Das Leporello steht unter dem Motto "Unter diesem Dach steckt mehr" und zeigt "Schule als einen Ort des Lernens, an dem auch gelebt wird". Auf jeder Faltseite des Leporellos befinden sich zwei Papptüren. Hinter den Türen illustrieren Fotos Ideen für Arbeitsgemeinschaften, Schulgeländeverschönerungen oder Ämter für Schüler. Auf der Innenseite der Papptüren erläutern die Schüler ihre Ideen. Ein Beispiel: "Streitschlichter"- die Fotos zeigen zwei Schüler bei einer Auseinandersetzung. Ein drittes Kind greift ein und beendet den Konflikt. Der Text lautet: "Für jede Klasse sollte es zwei Streitschlichter geben. Die Streitschlichter werden ausgebildet für ihr Amt. Sie sind jederzeit ansprechbar. Es gibt noch eine Schulschlichterstelle, falls es den Klassenschlichtern nicht gelingt, den Streit zu beenden".
Förderschule Martinsschule, Sindelfingen, Klasse 4b, Schulmodell
Das bunt bemalte und mit Fotos beklebte Pappmodell eines Schulhauses dokumentiert einerseits den derzeitigen Schulalltag der Schülerinnen und Schüler und zeigt andererseits wie sie sich ihn wünschen. Für das Schulmodell sind die Viertklässler mit dem Fotoapparat auf Entdeckungsreise gegangen. Sie haben Situationen in der Schule festgehalten und die Fotos auf die Hauswände geklebt. In der großen, farbigen Legende "So macht uns Schule Spaß!" erläutern sie ihre Vorstellungen: "Die Natur und die Tierwelt lassen sich viel besser vor Ort erkunden. Nebenbei hat man eine Menge Spaß, z.B. auf Waldspielplätzen. Mit Praktikanten kann es unter Umständen noch lustiger werden".
Goethe Grundschule, Mainz, 4. Klasse, Videofilm
Acht Viertklässlerinnen und Viertklässler erstellten den Film "Einen ganzen Tag in der Schule" und spielten Reporter. Sie interviewten unter anderem die Direktorin, die Sekretärin, die Köchin, Lehrerinnen und Lehrer und viele Mitschüler. Die Goethe Grundschule ist seit dem Schuljahr 2003/2004 Ganztagsschule. Die Filmcrew zeigt, was sich seitdem verändert hat und stellt Schülerwünsche für weitere Verbesserungen vor. Durch ihre Erfahrungen mit der Ganztagsschule konnten die Schüler diese Wünsche in Bezug zur Wirklichkeit setzen. Platz für Träume ist aber weiterhin da!
Altersgruppe 2 (Klassen 5-8):
Alexander-Puschkin-Mittelschule, Klassen 5a und 5b, Leporello
Im Rahmen des Wettbewerbsprojektes analysierten die Schüler zunächst den Ist-Zustand ihres Schulalltags. Aus dem Status quo leiteten sie ihre Wünsche und Vorstellungen ab. In Gruppenarbeit entstand das vorliegende Leporello. Die Schüler erarbeiteten Mind Maps und beschrieben, malten und zeichneten anschließend ihre Ideen. Der vielseitige Beitrag reicht von AG-Vorschlägen bis zu Wünschen nach langen Pausen, kleineren Klassen, anderen Möbeln und einem Wutraum.
Haupt und Realschule mit Orientierungsstufe, Kirchrinteln, Klasse 5, Leporello
In Kleingruppen erarbeiteten die Schüler Vorschläge für die Bereiche Unterricht, Mittagspause und Arbeitsgemeinschaften. Es entstanden sechs farbige Klappposter, die mit Texten, eigens gestellten Fotos und Zeichnungen beklebt sind. Die Schüler wünschen sich unter anderem verstärkt Gruppen- und Werkstattunterricht mit Wahl- und Pflichtaufgaben, die Möglichkeit, in den Pausen zu spielen und eine "AG gegen die Angst vor Arbeiten". Ihr Wunschstundenplan zeigt, dass ihnen eine Balance zwischen Arbeit und Entspannungsphasen wichtig ist.
Orientierungsstufe im Zentrum, Tostedt, Klasse 5d, 6 Mappen, 2 Schulmodelle Insgesamt sechs Schülergruppen fertigten die einzelnen Teile dieses vielseitigen Beitrags. Eine Gruppe baute Modelle für Schulräume aus Legosteinen, fotografierte sie und ergänzte beschreibende Texte. Neben Klassen-, Lehrer- und Krankenzimmern präsentierten die Schülerinnen und Schüler einen Freizeitraum, einen Schulhof und eine Bücherei. Eine andere Gruppe zeichnete Grundrisse verschiedener Räume und Flächen und beschrieb deren Funktion. Insgesamt entwickelten die Schülerinnen und Schüler vier Schulmodelle, von denen sie zwei einsandten und zwei in Fotomappen dokumentierten.
Burgwaldschule, Frankenberg, Klasse 6b, Kalender
Motto des Kalenders ist " Ein Jahr Schule". In Kleingruppen gestalteten die Schülerinnen und Schüler gemeinsam jeweils ein Kalenderblatt. Jeder Monat hat ein anderes Thema: Stundenplan, Schulgebäude, Schulordnung, Unterrichtsgestaltung, Kantine/ Cafe, Lehrer, Klassenraumaufteilung, AG's, Tiere und Pflanzen, Freie Zeit, Schulgelände und Fotos. Mit Fotos, Zeichnungen und Texten präsentieren die Schülerinnen und Schüler ihre Vorstellungen von einem ganzen Tag in der Schule.
August-Bebel-Schule, Wetzlar, Klasse 6F1, Mappe
Die von den Schülerinnen und Schülern gebastelte Pappmappe "Unsere Traum-Ganztagsschule" enthält eine kleinere Mappe mit Fotos sowie viele Zeichnungen. Die Schüler beschäftigten sich in Gruppen mit den Themen Schulgebäude, Freizeit, Ausflüge, Mensa, Klassenraumgestaltung, Pausenhofgestaltung, Toiletten und Stundenplangestaltung. Sie entwickelten Ideencluster und malten und beschrifteten Raumpläne - zum Beispiel für einen Ruheraum, eine Bücherei, einen Internetraum und einen Abenteuerspielplatz. Dabei mangelte es nicht an Ideen: Die Cafeteria hat ein einfahrbares Dach und ihre Tische reinigen sich selbst. An einem Kartenautomat ziehen die Schüler Nummern, denn "so kann sich keiner mehr vordrängeln".
Gymnasium Ernestinum, Rinteln, Klasse 7.2, Mappe
Die Schülerinnen und Schüler präsentierten ihre Ideen zur Raumgestaltung und zu Arbeitsgemeinschaften in einer Ganztagsschule in Bild und Text. Während die Ideen im Kunstunterricht visuell umgesetzt wurden, entwickelten die Siebtklässler im Deutschunterricht Gedanken zu Regeln und Ablauf, "damit die AGs auch funktionieren". Sie entwickelten unter anderem Vorschläge für eine Kuschelecke, einen Fußballclub, eine Sprayer-AG, verschiedene Sport-AGs und eine Wildlife-AG.
Friedrichschule Lahr, Klasse 71, Schulmodelle
Seit Beginn des Schuljahres 2003/2004 ist die Friedrichschule Lahr eine Ganztagsschule. Die Schüler haben den Wettbewerb als Chance gesehen, konkrete Verbesserungsvorschläge für ihre Schule zu machen. Sie entschieden sich für die Gestaltung von Fachräumen als Wettbewerbsbeitrag. In Kleingruppen gestalteten sie aus Schuhkartons "Fachklassenzimmer". Die Idee: Jedes Fach soll einen eigenen Raum haben, der speziell mit Materialien und Gegenständen ausgestattet ist, die für das jeweilige Fach gebraucht werden. Alle Fachräume sollen kreisförmig angeordnet sein, damit sich ein Innenhof ergibt. Im Innenhof befindet sich ein Sportstadion. Außerdem besitzt jeder Fachraum einen Zugang zur Außengrünanlage.
Comenius Schule für Lernbehinderte, Johanngeorgenstadt, Klasse 8, Fotoroman
Die Schülerinnen und Schüler haben einen Fotoroman gestaltet, der zeigt, wie sie sich einen Tag an einer Ganztagsschule vorstellen. Der Roman beginnt mit der Ankunft der Schüler in der Schule, zeigt den Unterricht im Kurssystem, die Pausenaktivitäten, Sport, Musik und Kunst, freiwillig gewählte Kurse, Hausaufgabenzeit, Arbeitsgemeinschaften und Ausflüge. Fehlen dürfen nach Meinung der Schüler nicht: viele Möglichkeiten, sich an der frischen Luft zu bewegen, viele Exkursionen und ein Einsatztag in der Produktion von Unternehmen pro Woche.
Lessing-Gymnasium, Hohenstein-Ernstthal, Klasse 8c, Plakat, Modell, Schülerzeitung Sonderheft, Mappen
Die Klasse stellte mit Mappen, Plakaten und Modellen einen sehr komplexen und vielseitigen Beitrag zusammen. In Aufsätzen beschreiben die Schülerinnen und Schüler, wie sie sich eine Ganztagsschule vorstellen: " Eine Ganztagsschule sollte vor allem Spaß machen. Und die Schüler müssen Freude am Lernen haben". Die Achtklässler wünschen sich Schuluniformen, Unterrichtsbeginn erst um 8 Uhr, ein aktives Nachmittagsprogramm und viele Ausflüge. Wie ein Tag an einer Ganztagsschule aussehen könnte, zeigt ein beigelegter Fotoroman. Ein Schulzeitungs-Sonderheft stellt eine Umfrage zum Thema, AG-Vorschläge und einen Schuluniform-Entwurf vor.
Friedrich-Ebert-Hauptschule, Augsburg, Klasse 7b, Powerpointpräsentation
Die fantasievolle Powerpointpräsentation, die durch kleine Filme ergänzt ist, belegte den ersten Platz. Die Siebtklässler präsentieren unter dem Motto "Zeit für mehr" in Bild und Text Visionen ihrer Traumschule. Liebevoll bastelten, bemalten und filmten die Schülerinnen und Schüler ihr Traumschulmodell. Neben einem Schulstrand, Vorschlägen für Sportveranstaltungen mit Vereinen und einem antik anmutenden Freilichttheater wurde auch ein Schulzoo in das Konzept aufgenommen. Origineller Abschluss der Präsentation ist ein Flug in einem Spielzeughubschrauber über das "Gelände", während im Hintergrund die Motoren dröhnen. Auch hier zeigten die Schülerinnen und Schüler Einfallsreichtum: Für das Geräusch sorgte ein Staubsauger.
Wilhelm-Hausenstein-Gymnasium, Durmersheim, Klasse 8, Webseite
Die Webseite gliedert sich in die Bereiche Zeitplanung, Architektur und Schulorganisation. Im Bereich Schulorganisation schlagen die Schülerinnen und Schüler vor, Aufgaben intern und extern neu zu verteilen. So könnten schulexterne Personen als Lehrpersonal AGs leiten und ältere Schüler die Hausaufgabenbetreuung übernehmen. Außerdem wünschen sich die Achtklässler die Möglichkeit, Lehrer zu wählen. Im Bereich Architektur finden sich Raumpläne für den Musiksaal, den Biologieraum, das Klassenzimmer, den Fitnessraum und die Mensa. Die Zeitplanung gliedert sich in Jahres-, Wochen- und Tagesentwürfe. Der Unterricht findet sowohl nach Fächern geordnet als auch als Projekt statt. Besonders gewünscht: Viel Freizeit.
Riesengebirgs-Oberschule, Berlin, Klasse 8.4, Powerpoint-Präsentation
In vier Kleingruppen diskutierten die Schülerinnen und Schüler zunächst Argumente für und gegen Ganztagsschulen. Anschließend überlegten sie, welche Wünsche aus ihren Überlegungen resultierten. Die Präsentation zeigt Fotos von Schülerinnen und Schülern, die Eltern oder Lehrer darstellen. In Sprechblasen äußern sie sich zu Vorteilen der ganztägigen Schulform, erläutern aber auch ihre Bedenken. Zum Beispiel: "Als Lehrer dächte ich: ich habe weniger Zeit für mich, aber dafür habe ich mehr Zeit für die Schüler und mehr Spaß mit ihnen. Ich lerne sie einfach besser kennen." Außerdem beschreiben die Schülerinnen und Schüler detailliert die Wünsche aller Beteiligten - die der Schüler, Lehrer, Eltern und Politiker. Neben einem Stundenplanentwurf und der Beschreibungen eines Tagesverlaufs finden sich auch zentrale Forderungen für die Ausstattung und Versorgung der Schule.
Altersgruppe 3 (Klassen 9-13):
Goethe Gymnasium, Gaggenau, Klasse 10d, Mappe
Die Schülerinnen und Schüler haben ein detailliertes Konzept zur Ganztagsschule entwickelt. Es umfasst Punkte wie gemeinsames Essen, Schulgestaltung, neue Fächer, Freizeitbeschäftigung, Schuluniformen und Schülermitgestaltung. Die Zehntklässler regen an, wöchentlich eine Schulversammlung in einem Versammlungssaal abzuhalten. Ein wichtiger Aspekt dabei sei, "dass mit der Schulversammlung Schüler lernen, vor großem Publikum zu reden." Die Schülerinnen und Schüler wünschen sich außerdem Drogenaufklärungsveranstaltungen, Erste Hilfe Kurse, 10-Fingersystem-Tippkurse und eine Zusammenarbeit mit Firmen. Einige ihrer Ideen haben sie durch Skizzen illustriert.
Melibokusschule, Alsbach-Hähnlein, Klasse 9, Grundriss, Stundenplanentwurf, DVD
Die Schülerinnen und Schüler entwickelten den komplexen Gebäudegrundriss einer Ganztagsschule: "Die 5., 6. und 7. Klassen sollten ihren eigenen Bereich haben, wo sie sich "austoben" können. (...) Die 8., 9. und 10. Klassen sind im Hauptgebäude untergebracht. Ihnen steht der Schulclub zur Verfügung, der auch zwischen den Pausen geöffnet ist". Die Neuntklässler regen Schließfächer, Trinkspender, eine Bibliothek, in der auch die Hausaufgaben erledigt werden können, einen Werk- und einen Maschinenraum an. Auf einer DVD hielten sie die Ergebnisse einer Schüler- und Lehrer-Befragung zum Thema Ganztagsschule fest.
Regensburger SchülerInnen Vertretung, 9. bis 13. Klasse, Hörspiel
Das Hörspiel im Reportagestil beschreibt den fiktionalen Tagesverlauf eines Schülers an einer Ganztagsschule: Nachdem Jan morgens seine Lieblingskuh Resi besucht hat, eilt er zur Schule. Dort erwartet ihn schon - wie jeden Tag - das von Schülern vorbereitete Frühstück. Kurze Zeit später findet seine erste Stunde statt: Biologie in der schuleigenen Imkerei. Anschließend spielt er im Gemeinschaftskundeunterricht mit seiner Klasse das Parlament nach, unterhält sich mit englischen Austauschschülern über die verschiedenen Schulsysteme und wählt in einer Schülervertretungssitzung neue Lehrer. Sein Schultag ist prall gefüllt und bietet viele Möglichkeiten zur Mitbestimmung und zum projektbasierten Lernen.
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