Das Kultusministerium gewährt Ganztagsschulen mit besonderer pädagogischer und sozialer Aufgabenstellung auch für das Schuljahr 2010/11 die bislang zugewiesenen Lehrerwochenstunden. Diese so genannten Alterlassschulen, die zwischen 1995 und 2006 eingerichtet wurden, erhalten mehr Lehrerwochenstunden pro Ganztagsklasse als Schulen, die nach neuem Landeskonzept seit 2006 eingerichtet wurden. An Hauptschulen stehen zwei, an Grundschulen vier Stunden zusätzlich bereit.
"Die Erfahrungen mit dem neuen Landeskonzept seit 2006 zeigen, dass viele Schulen gute pädagogische Ganztagskonzepte erarbeitet haben und vielfältige Angebote machen können. Durch die zusätzlich gewährten Stunden entsteht aber eine Belastung der allgemeinen Unterrichtsversorgung. Dies ist ebenso wenig wünschenswert wie die unterschiedliche Lehrerversorgung der Ganztagsschulen, die sich allein aufgrund unterschiedlicher Einrichtungszeitpunkte ergibt. Um den Alterlassschulen aber den notwendigen Vorlauf zur Anpassung zu geben, sollen ihnen die zusätzlichen Lehrerwochenstunden nochmals für das Schuljahr 2010/11 zur Verfügung stehen", sagte Kultusministerin Marion Schick.
Die seit 1995/96 auf Empfehlung der Enquete-Kommission "Kinder in Baden-Württemberg" vom Landtag bereitgestellten Mittel stehen seit 2009 nicht mehr zur Verfügung.
Hintergrundinformation:
Im Schuljahr 2009/10 erhalten von den derzeit 1.224 öffentlichen und privaten Ganztagsschulen rund 130 Alterlassschulen zusätzliche Lehrerwochenstunden.