14. JANUAR 2010

Hamburger Schulen lernen von Hamburger Schulen

Ab Februar 2010 stellen 30 Schulen ihre erfolgreiche Schul- und Unterrichtspraxis auf einem Internetportal vor und laden interessierte Gruppen aus anderen Schulen zu Hospitationen und zum gemeinsamen Austausch über Unterrichts- und Schulentwicklung ein. Die Agentur für Schulberatung im Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung koordiniert und unterstützt den Aufbau dieses Netwerks sowie den Austausch zwischen den Schulen.

Hospitationsprogramm: Das Angebot der Hospitationsschulen soll andere Schulen bei der Weiterentwicklung im Bereich der Organisation, der Personalentwicklung und des Unterrichts unterstützen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der stärkeren Individualisierung des Unterrichts, um alle Schülerinnen und Schüler zu einem möglichst hohen Bildungserfolg zu führen. Viele Lehrkräfte an Hamburger Schulen setzen bereits neue und innovative Unterrichtskonzepte beispielhaft um. Einige Schulen verfügen über praxiserprobte Konzepte und haben neue lernförderliche Organisationsstrukturen eingeführt. Sie verfügen über Erfahrungen, die für die Schul- und Unterrichtsentwicklung anderer Schulen in Hamburg ausgesprochen hilfreich sein können.

Mehr als 30 Schulen haben sich bereit erklärt, interessierten Gruppen aus anderen Schulen Einblick in ihre Unterrichtspraxis und Schulorganisation zu gewähren. Ab Februar 2010 stellen sie ihre besonderen Profile auf einem Internetportal vor. So können Lehrkräfte anderer Schulen Kontakt aufnehmen, um Hospitationen und Fortbildungen mit der anbietenden Schule zu vereinbaren sowie Material und Erfahrungen auszutauschen.

Das Angebot orientiert sich an den Entwicklungsthemen der Schulreform und den aktuellen Fortbildungswünschen der Schulen. So können Kolleginnen und Kollegen zum Beispiel an der Klosterschule und dem Goethe-Gymnasium bewährte Ganztagsschulkonzepte in der Praxis kennen lernen, an der Gesamtschule Winterhude, der Max-Brauer-Schule sowie der Förderschule Grotefendweg mehr über erfolgreiche Formen des individualisierten Unterrichts erfahren. An den zukünftigen Primarschulen Rellinger Straße und Clara-Grunwald-Schule erleben sie, wie Schülerinnen und Schüler ihren unterschiedlichen Begabungen entsprechend in jahrgangsübergreifenden Lerngruppen unterrichtet und gefördert werden. Die Ganztagsschule St. Pauli bietet ein Konzept für vorbildliche Berufsorientierung ihrer Schülerinnen und Schüler und das Gymnasium Grootmoor stellt effektive Strukturen für ein erfolgreiches Projektmanagement zur Förderung der Schul- und Unterrichtsentwicklung vor.

Nicht nur die Besucherschulen profitieren von den Erfahrungen und Anregungen, die sie von den gastgebenden Schulen erhalten. Auch die Hospitationsschulen erhoffen sich von den Rückmeldungen der Besucher und dem gemeinsamen Austausch wichtige Impulse für die Weiterentwicklung ihres Unterrichts im Sinne der Schülerinnen und Schüler.

Die Behörde für Schule und Berufsbildung fördert den Aufbau des Netzwerks durch die Bereitstellung von zusätzlichen Ressourcen.

Die Agentur für Schulberatung im Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung ist zuständig für die Koordination dieses Projektes. Sie unterstützt die Schulen durch Austauschveranstaltungen, Materialien und Beratung.

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