Senator für Bildung und Wissenschaft der Freien Hansestadt Bremen
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Ziele der Landesregierung:
In der Ganztagsschule verbessern sich die Bedingungen in der Schule erfolgreich mit Heterogenität umzugehen, denn
o der Ganztagsbetrieb leistet einen Beitrag zur soziokulturellen Infrastruktur von Lern-, Kultur- und Freizeitangeboten im Sinne einer förderlichen Umgebung für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen,
o Ganztagsschule ermöglicht die Entwicklung einer erweiterten und variablen Lernkultur und damit differenzierter Lerngelegenheiten und intensiver Förderung, um Lernprobleme zu reduzieren und Versagen zu vermeiden, Begabungen besser auszuschöpfen, Kompetenzen zu steigern und soziale Chancengleichheit zu verbessern.
Diese grundsätzliche pädagogische Funktion der Ganztagsschule für schulisches Lernen ist das vorrangige Motiv ihrer Einrichtung, die daher auch quartiersunabhängig sinnvoll ist. Die Ganztagsschule ist kein "Benachteiligtenmodell". Die kompensatorische Funktion ganztägigen Lernens und Verweilens in der Schule soll dennoch einen unverzichtbaren Beitrag zur Entkopplung von Sozialstatus und Lebenslage vom Bildungserfolg leisten. Daher liegen weitere gesellschaftliche Motive zur Einrichtung von Ganztagsschulen im sozial-, familien- und beschäftigungspolitischen Kontext.
Bremer Schulentwicklungsplan 2008. Ergebnisse der Arbeit des Fachausschusses "Schulentwicklungsplan" der Deputation für Bildung. Beschlussfassung vom 30.10.2008, http://www.bildung.bremen.de/fastmedia/13/Schulentwicklungsplan.pdf
"Die Einrichtung von Ganztagsschulen hat bei uns besondere Priorität. Sie sind ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer neuen Schulkultur. Mit Ganztagsschulen können wir Bildungsbarrieren abbauen und individuelle Begabungen besser fördern. Zudem helfen sie den Eltern, Beruf und Familie besser miteinander zu vereinbaren."
Senator für Bildung und Wissenschaft (2005): Pressemitteilung (20.04.2005): Bundeswettbewerb: Bremens Ganztagsschulen sind Spitze, http://www2.bremen.de/web/owa/p_anz_presse_mitteilung?pi_mid=115570&pi_back=p_anz_presse_ressort%3Fpi_rid%3D4%26pi_archiv%3D1%26pi_monat%3D04.2005
Laut Koalitionsvereinbarung sollen jährlich drei neue Ganztagsschulen in Bremen und eine in Bremerhaven eingerichtet werden.
Senator für Bildung und Wissenschaft (2007): Pressemitteilung (06.11.2007): Bildungssenatorin Renate Jürgens-Pieper besucht künftigen Ganztagsschulstandort am Leibnizplatz, http://www2.bremen.de/web/owa/p_anz_presse_mitteilung?pi_mid=125910&pi_back=p_anz_presse_ressort%3Fpi_rid%3D4%26pi_archiv%3D1%26pi_monat%3D11.2007
"Folgende Maßnahmen zur Verbesserung der Schulqualität sind in Bremen seit Pisa I und schon zum Teil davor umgesetzt oder auf den Weg gebracht worden: [.] Schule als sozialer Ort. Ausbau der verbindlichen Ganztagsangebote an Grundschulen und an Sek - I - Schulen. Verlässliche Grundschule wird künftig verbindlich."
Senator für Bildung und Wissenschaft (2004): Pressemitteilung (7.12.2004): Lemke zu den Ergebnissen der PISA-Studie, http://www2.bremen.de/web/owa/extern.p_anz_presse2_mitteilung?pi_mid=114676&pi_back=javascript:history.back()&pi_begriff=%2bden%2bErgebnissen%2bder%2bPISA-Studie&pi_teilsuche=0
Im Zentrum der Ziele des GanzTags steht die Weiterentwicklung der Lehr- und Lernkultur.
http://www.ganztag-blk.de/cms/front_content.php?idcat=46
Der Schwerpunkt des Ganztagsschulaufbaus liegt bei den Grundschulen und vorrangig in sozial benachteiligten Stadtteilen.
Längerfristig soll es in jedem Stadtteil eine Ganztagsgrundschule und auch eine weiterführende SEK I-Ganztagsschule geben. Ab dem Schuljahr 2008/2009 werden jährlich drei weitere verbindliche Ganztagsschulen in Bremen und eine in Bremerhaven eingerichtet, unter schrittweiser Einbeziehung der Förderzentren.
Voraussetzung für die Einrichtung einer Ganztagsschule ist, dass es gelingt, entsprechende pädagogische Konzepte zu erarbeiten, verbindliche Standards festzulegen und abzusichern und vor allem eine entsprechende Akzeptanz vor Ort zu erreichen. Die Konzepte der vorhandenen Ganztagsschulen sind entsprechend weiterzuentwickeln.
Die enge Verzahnung der Ganztagsschulen und ihrer Angebote mit den unterschiedlichsten Akteuren im Quartier soll vorangebracht werden. Die Qualität der bestehenden Ganztagsschulen wird abgesichert. Auch die Ganztagsschulen der Sek I werden sukzessive zu gebundenen Systemen ausgebaut.
Für einige Standorte soll die Möglichkeit einer Erweiterung des Betreuungsangebots durch einen pädagogischen Mittagstisch, eine Hausaufgabenbetreuung und eine Ferienbetreuung geprüft werden.
Vereinbarung zur Zusammenarbeit in einer Regierungskoalition für die 17. Wahlperiode der Bremischen Bürgerschaft 2007 - 2011 der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands - Landesorganisation Bremen und Bündnis 90/Die Grünen - Landesverband Bremen vom 17.06.07, http://www.stabi.hs-bremerhaven.de/lfi/aktuelles/koalitionsvertrag_2007.pdf (S.73)
Ganztagsschulformen nach Schularten:
Folgende Schulen können ganz oder teilweise als Ganztagsschulen betrieben werden:
· Grundschulen
· Sekundarschulen
· Gymnasien
· Gesamtschulen
· Sonderschulen (später Förderzentren)
§ 23 Abs. 1 des Bremischen Schulgesetzes, http://www2.bildung.bremen.de/sfb/behoerde/gesetze/html/210_01.htm
"Schulen können als Ganzes (gebundene Form) oder nur für einzelne Klassenverbände (teilgebundene Form) als Ganztagsschule errichtet werden. In beiden Formen umfasst die Lernzeit an mindestens drei Wochentagen täglich mindestens sieben Zeitstunden."
§ 2 Abs. 2 der Verordnung über die Ganztagsschule vom 30. Januar 2007, http://www2.bildung.bremen.de/sfb/behoerde/gesetze/html/310_01.htm
Wenn eine Schule der Primarstufe in eine Ganztagsschule umgewandelt wird, ist sie in gebundener Form zu betreiben.
Schulen der Sekundarstufe I können als Ganztagsschulen in teilgebundener Form oder gebundener Form betrieben werden.
§ 3 der Verordnung über die Ganztagsschule vom 30. Januar 2007, http://www2.bildung.bremen.de/sfb/behoerde/gesetze/html/310_01.htm
Ganztagsschulen in offener Form müssen vier Schuljahre nach ihrer Einrichtung in eine Ganztagsschule in teilgebundener oder gebundener Form umgewandelt worden sein.
§ 4 der Verordnung über die Ganztagsschule vom 30. Januar 2007, http://www2.bildung.bremen.de/sfb/behoerde/gesetze/html/310_01.htm
Erläuterungen zur Organisation der Ganztagsschulen in Bremen (Primarstufe und Sekundarstufe I).
Senator für Bildung und Wissenschaft: Bericht über die Ganztagsschulen in der Stadtgemeinde Bremen im Schuljahr 2005/06 (4.12.2006), http://www2.bildung.bremen.de/sfb/behoerde/deputation/depu/g190_16_a1.pdf
Fördersumme aus dem Investitionsprogramm des Bundes "Zukunft Bildung und Betreuung" (IZBB) insgesamt für die Jahre 2003-2009:
28.282.101 EUR
Rechtsgrundlagen:
Die Bremische Bürgerschaft hat am 17. Juni 2009 ein neues Schulgesetz für das Land Bremen beschlossen. Es hat ab 1. August dieses Jahres Gültigkeit. Das reformierte Bildungssystem im Land Bremen wird im Sekundarbereich I künftig nur noch zwei gleichwertige Schularten umfassen: Die Oberschule und das Gymnasium. Die Oberschule ermöglicht das Abitur nach 13 Jahren, das Gymnasium ermöglicht das Abitur nach 12 Jahren. Schülerinnen und Schüler der Oberschulen lernen gemeinsam bis zur zehnten Klasse. Sie arbeiten auf unterschiedlichen Anforderungsniveaus und erwerben den für sie individuell höchstmöglichen Abschluss.
Gesetz zur Änderung schulrechtlicher Bestimmungen, http://www.bildung.bremen.de/fastmedia/13/2Gesetz.pdf
Bremisches Schulgesetz (BremSchulG) vom 28. Juni 2005 (Brem.GBl. S. 260 - 223-a-5), http://www2.bildung.bremen.de/sfb/behoerde/gesetze/html/210_01.htm
Verordnung über die Ganztagsschule vom 30. Januar 2007 (Brem.GBl. S. 53 - 223-a-17), http://www2.bildung.bremen.de/sfb/behoerde/gesetze/html/310_01.htm
Das Land Bremen hat keine Richtlinien zur Abwicklung des Investitionsprogramms des Bundes "Zukunft Bildung und Betreuung" (IZBB) erlassen. Die Deputation für Bildung beschließt die Zahl der gebundenen Ganztagsschulen. Qualitätsanforderungen werden in den jährlichen Ausschreibungen des Senators für Bildung und Wissenschaft formuliert.
Gebundene Ganztagsschulen: Bewerbung für die Einrichtung als gebundene Ganztagsschule zum Schuljahr 2005/2006. Informationsschreiben des Senators für Bildung und Wissenschaft Nr. 181/2004 vom 7. September 2004, http://www2.bildung.bremen.de/sfb/behoerde/deputation/depu/g77_16_a1.pdf
Bremisches Schulverwaltungsgesetz (BremSchVwG) vom 28. Juni 2005 (Brem.GBl. S. 280, 2005 S. 129 - 223-b-1), http://www2.bildung.bremen.de/sfb/behoerde/gesetze/html/510_01.htm
Richtlinien über Mittagsmahlzeiten in Schulen in der Fassung vom 12. September 1997, http://www2.bildung.bremen.de/sfb/behoerde/gesetze/html/546_01.htm#546_01
Pädagogisch-organisatorische Rahmenkonzeptionen:
Begleitgruppe Ganztagsschulen in Bremen (BGlB): Vision für eine Ganztagsschule im Primarbereich und in der Sekundarstufe I, Anhaltspunkte für Konzeptionsentwicklung und Praxis, http://www.ganztag-blk.de/cms/upload/pdf/bremen/Vision_GTS_Bremen_08.06.pdf
Beispiel einer pädagogischen Konzeption auf der Grundlage altersgemischter Lerngruppen und Unterricht in Angebotsform: Kinderschule Bremen, http://www.schule.bremen.de/schulen/kischu/konzept.htm
Informationen zu strukturellen und inhaltlichen Merkmalen der offenen Ganztagsschule, dem Personaleinsatz und der Personalstruktur in der offenen Ganztagsschule, der Umsetzung in den Stadtgemeinden Bremerhaven und Bremen sowie den finanziellen Auswirkungen sind zu finden in: "Einrichtung von offenen Ganztagsschulen im Lande Bremen. Vorlage Nr. L 155 /G 204 für die Sitzung der Deputation für Bildung am 31.10.2002", http://www2.bildung.bremen.de/sfb/behoerde/deputation/depu/l155.pdf
Qualitätskriterien/Evaluation:
Bremer Orientierungsrahmen Schulqualität (September 2007), http://www.bildung.bremen.de/fastmedia/13/orientierungsrahmen.pdf
Qualitätsstandards für Ganztagsschulen, Senatsbericht vom 18. Januar 2005, http://www.bremische-buergerschaft.de/drucksachen/112/2250_1.pdf
Schulbegleitforschung, http://www.bildung.bremen.de/sixcms/detail.php?gsid=bremen117.c.22858.de
Rahmenplanung für die Qualitätsentwicklung der Schulen im Lande Bremen, http://www.bildung.bremen.de/fastmedia/13/rahmenplanung.pdf
Qualitätsmanagement (Bildungsstandards und -pläne) für die Beurteilung der Schulen,
Vereinbarung zur Zusammenarbeit in einer Regierungskoalition für die 17. Wahlperiode der Bremischen Bürgerschaft 2007 - 2011 der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands - Landesorganisation Bremen und Bündnis 90/Die Grünen - Landesverband Bremen vom 17.06.07, http://www.stabi.hs-bremerhaven.de/lfi/aktuelles/koalitionsvertrag_2007.pdf
Modellversuchsprogramm QuiSS (Qualitätsverbesserung in Schulen und Schulsystemen), Teilprojekt Bremen: "Schulinterne Curriculumsentwicklung und Professionalisierung der Lehrkräfte als Beitrag zur Schulentwicklung und zur Qualitätssicherung in Schulen (CuP)", Abschlussbericht (5. Sachbericht), http://www.blk-bonn.de/papers/abschlussbericht_quiss_programmtraeger.pdf
Die Externe Evaluation ist in § 13 des Schulgesetzes verankert.
http://www2.bildung.bremen.de/sfb/behoerde/gesetze/html/210_01.htm
Die Serviceagentur "Ganztägig lernen" unterstützt die Qualitätsentwicklung der Ganztagsschulen.
http://www.ganztaegig-lernen.org/www/web75.aspx
Rahmenkooperationsvereinbarungen des Landes mit außerschulischen Partnern:
Informationen zu Rahmenkooperationsvereinbarungen; Kooperationsprogrammen und -projekten im Land Bremen finden Sie unter: http://www.ganztagsschulen.org/_downloads/BremenSPI.pdf
Sozialpädagogisches Institut (SPI)
- Zentrale wissenschaftliche Einrichtung der Fachhochschule Köln -
Stand: 07.12.09