22. JUNI 2009

Robert Jungk Preis: Zukunftsgestaltung im Wohnquartier

Der Robert Jungk Preis 2009 stellt mit der Frage "Wie wollen wir leben?" die Lebensqualität in den Städten und Gemeinden in den Mittelpunkt. Im Fokus: vor allem die kleineren Stadtviertel, Stadtteile und Kommunen.

"Wir richten den Blick besonders auf die kleineren Einheiten, weil sie überschaubar sind und ihren Bewohnerinnen und Bewohnern die Teilnahme an Gestaltungsprozessen im Wohnquartier eher ermöglichen. Hier kommen unterschiedliche Kulturen und Generationen zusammen und hier entscheidet sich, ob zivilgesellschaftliche Kreativität erfolgreich den demografischen Wandel gestalten kann", sagt Catrin Boss, Projektleiterin Robert Jungk Preis beim Städte-Netzwerk NRW.

Die Initiatoren des Preises haben aus diesem Grund die Ausschreibung für den Robert Jungk Preis bewusst offen formuliert. Bewerben dürfen sich soziale oder kulturelle Einrichtungen wie Schulen, Bibliotheken, Weiterbildungs- und Sporteinrichtungen, Begegnungsstätten, Familienzentren und nicht zuletzt Einrichtungen der Kinder-, Jugend- und Seniorenarbeit, Vereine, Netzwerke oder Stiftungen.

"Wir wollen die Vielfalt der Aktivitäten in den Stadtteilen oder Gemeinden entsprechend sichtbar machen", erklärt Catrin Boss. Aber auch Wirtschaftsunternehmen, die Verantwortung im Quartier übernehmen, sind herzlich eingeladen, sich mit ihren Initiativen zu bewerben. Die Bewerber müssen deutlich machen, dass sie es geschafft haben, eigenverantwortlich ihr Lebensumfeld mit innovativen Projekten zu bereichern. Bewerbungen können online bis zum 31. August 2009 unter www.robertjungkpreis.nrw.deabgegeben werden.

Unter der Überschrift "Nachbarschaft stärken - Grenzen überschreiten" werden in diesem Jahr erstmalig auch europäische Projekte ausgezeichnet. Die demografische Entwicklung ist in vielen Regionen der europäischen Staaten ähnlich. Vor dem Hintergrund unterschiedlicher Kultur- und Sozialsysteme haben sich unterschiedliche Lösungsansätze für die Herausforderungen des demografischen Wandels entwickelt.

Die EUREGIO sowie die Euregio Rhein-Waal wollen mit ihrem mit 5.000 Euro dotierten Sonderpreis Engagement auszeichnen, das neue Modelle für Zusammenarbeit europäischer Nachbarregionen voranbringt. Außerdem soll die Öffnung des Preises dazu anregen, dass neue Netzwerke, Kontakte und Arbeitszusammenhänge geschaffen werden.

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