Deutschland braucht mehr und bessere schulische Ganztagsangebote

Grundlage des Investitionsprogramms "Zukunft Bildung und Betreuung" ist die von Bund und Ländern am 12. Mai 2003 unterzeichnete Verwaltungsvereinbarung zum Investitionsprogramm. Bis zum Jahr 2009 stellt der Bund insgesamt  vier Milliarden Euro für den Auf- und Ausbau von Ganztagsschulen zur Verfügung.

Im europäischen und außereuropäischen Ausland sind Ganztagsschulen so verbreitet, dass es dafür keinen eigenen Begriff gibt. Dort bedeutet "Schule" ganz selbstverständlich, dass Schülerinnen und Schüler auch am Nachmittag unterrichtet und betreut werden.

Nach einer repäsentativen Umfrage des Emnid-Instituts im Auftrag der Bertelsmann Stiftung plädieren 2008 drei Viertel der Bevölkerung (78 Prozent) und der Eltern (75 Prozent) dafür, dass das System der Ganztagsschulen ausgebaut werden soll.

2009 sprachen sich in einer Umfrage des Bildungsbarometers, die vom Zentrum für empirische pädagogische Forschung der Universität in Landau durchgeführt wurde, 53 Prozent der Befragten dafür aus, dass die Ganztagsschule künftig die alleinige Schulform werden solle. Bereits bei früheren Umfragen (Infratest dimap 2004, Forsa 2003) war die Zustimmung ähnlich hoch.

In allen Ländern werden neue Ganztagsschulen eingerichtet. Für die neuen Ganztagsschulen lautet die Herausforderung, den mit dem Investitionsprogramm angestoßenen Prozess zu nutzen, neue pädagogische Konzepte umzusetzen sowie bestehende weiterzuentwickeln.

Lehrerin mit zwei Grundschülern

Themenmappe

Materialien

  • Empfehlungen des "Forum Bildung" / Langfassung (100 KB) [mehr]

  • Empfehlungen des "Forum Bildung" / Kurzfassung (100 KB) [mehr]

  • Vergleich der Schulsysteme ausgewählter PISA-Teilnehmerstaaten (1,2 MB) [mehr]