11. NOVEMBER 2008

Rheinland-Pfalz: Für Schuljahr 2009/2010 erneut mehr als 100 Anträge auf Ganztagsschulen

Das Ganztagsschulprogramm des Landes, das bislang den Aufbau von 458 Ganztagsschulen in Angebotsform ermöglicht hat, stößt auch in der siebten Bewerbungsrunde auf ein ungebrochen hohes Interesse. "Für den Start als neue Ganztagsschule zum 1. August 2009 liegen 103 Bewerbungen aus allen allgemeinbildenden Schularten vor. Schulen und Schulträger greifen offenkundig nach wie vor das erkennbar große Interesse von Eltern auf und entwickeln auf der Basis der vom Land vorgegebenen Rahmenkonzeption eigene, maßgeschneiderte Konzepte", betont Bildungsministerin Doris Ahnen.

Die Resonanz belege, wie richtig und wichtig in den Augen der Bevölkerung das Ziel der Landesregierung sei, in der laufenden Legislaturperiode auf jeden Fall zusätzliche 200 Ganztagsschulen zu schaffen. In der vergangenen Legislaturperiode waren bereits 360 Ganztagsschulen in Angebotsform mit Hilfe der vom Land zu 100 Prozent finanzierten Zusatzpersonalausstattung sowie der Zuschüsse zu Verbesserungen der schulischen Ausstattung entstanden, in den zurückliegenden beiden Schuljahren kamen insgesamt 98 Ganztagsschulen neu hinzu.

Bei der Auswahl unter den eingereichten Anträgen sind - wie schon immer im Rahmen des Ganztagsschulprogramms - neben der Qualität der vorgelegten Ganztagsschulkonzepte insbesondere die durch entsprechende Erhebungen ermittelte Nachfrage von Seiten der Eltern, Schülerinnen und Schüler sowie die regionale Verteilung der Standorte ausschlaggebend. Entsprechend den Festlegungen im Regierungsprogramm werden besonders gute Chancen Verbandsgemeinden, verbandsfreie Gemeinden und Städte haben, in denen es noch kein Ganztagsangebot im Grundschulbereich gibt, und die sich jetzt um ein solches Angebot zusammen mit der entsprechenden Schule bewerben. Besonderes Augenmerk gilt zudem Anträgen, die Ergänzungen des Ganztagsangebots in den Schulstufen zur Folge haben: Wenn beispielsweise an einem Standort bereits eine Ganztagsgrundschule besteht, ist es folgerichtig, dieses Angebot auf den Bereich der Sekundarstufe I auszudehnen, wenn die entsprechende Schule am jeweiligen Ort dies beantragt und die Auswahlkriterien erfüllt sind.

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