Die Zahl schulischer Ganztagsangebote sowie die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die solche Angebote nutzen, haben sich in Deutschland seit 2002 nahezu verdoppelt. Ganztagsangebote werden in allen 16 Ländern ausgebaut. Mit ihnen verbinden sich vielfältige Erwartungen, v. a. eine bessere individuelle Förderung von Kindern und Jugendlichen, die Reduzierung der Abhängigkeit des Bildungserfolgs von der sozialen Herkunft sowie eine bessere Vereinbarung von Beruf und Familie.
Das Investitionsprogramm "Zukunft Bildung und Betreuung - IZBB" (2003-2009) unterstützt diesen Ausbau. Seit 2003 wurden bereits 6.918 neue Ganztagsschulen gefördert. Damit stellt bundesweit bald jede fünfte allgemein bildende Schule Ganztagsangebote zur Verfügung.
Um eine bestmögliche Nutzung der Investitionen zu ermöglichen, fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung in enger Abstimmung mit den Ländern und unter Inanspruchnahme von Mitteln des Europäischen Sozialfonds die "Studie zur Entwicklung von Ganztagsschulen - StEG" sowie weitere länderübergreifende Forschungsvorhaben zu Fragestellungen, die für die inhaltliche Gestaltung und erfolgreiche Entwicklung schulischer Ganztagsangebote von besonderer Relevanz sind.
Vertiefende Erkenntnisse über Entwicklung, Prozessqualität und Wirksamkeit schulischer Ganztagsangebote in ihren professionellen, sozialräumlichen und familiären Kontexten sollen Aussagen über deren Leistungsfähigkeit ermöglichen. Dabei geht es auch um die Verknüpfung von formalen und non-formalen Bildungsorten sowie Gelegenheitsstrukturen zum informellen Lernen.
Ein grundlegendes Verständnis der Prozesse, Kontext- und Gelingensbedingungen schulischer Ganztagsangebote kann dazu beitragen, deren Qualität zu verbessern und bedarfsgerecht zu gestalten sowie Problemlagen besser zu bewältigen.
Lesen Sie mehr über die Ganztagsschulforschung als Teil der empirischen Bildungsforschung sowie die Fragen, die in den Forschungsprojekten untersucht werden. [mehr]